Liber 369

LIBER 369
von
SorT ACIS SINE AMBAGIS
2
Schriftliche Arbeit zur Erlangung
des Gradus Solis (12°)
der Grossloge FRATERNITAS SATURNI
3
VORWORT
Tue was Du willst ist das ganze Gesetz
en Ritus 963 habe ich nach einen Kontakt mit den „geheimen
Oberen“ geschrieben. Mir ist durchaus klar, dass der Begriff
irreführend und vorbelastet ist, für mich ist er stimmig und somit
wahr. Mag ein jeder denken was er will, für die vorliegende Arbeit
ist es irrelevant, für meine persönliche Entwicklung jedoch von
höchsten Wert.
Wie wahrscheinlich auch an anderer Stelle bereits bemerkt, benutze
ich als Hilfsmittel für meine magische Arbeit unter anderem die
QBLH. Ich schreibe bewusst Hilfsmittel, da ich der Ansicht bin, dass
alle esoterischen Lehren nichts weiter als Werkzeuge zur eigenen
Weiterentwicklung sind. So nutzt ein jeder dass für ihn passende
Werkzeug um seinen Weg zu gehen, womit jedes Werkzeug seine
Berechtigung und Wirksamkeit erhält. Wobei auch das beste
Werkzeug sich irgendwann einmal abnutzt und die Suche nach einen
geeigneteren erneut von vorn beginnt. Es sei denn, das Werk ist
vollbracht.
Auf der Suche nach einer kabbalistischen Abkürzung kam ich erneut
mit den G.O. in Kontakt. Voraus ging eine Zeit der Unzufriedenheit
mit meinen magischen Arbeiten und somit auch mit meiner eigenen
Entwicklung. Ich hatte bereits mehrere astrale Botschaften
empfangen, die ich aus Furcht unterdrückte. Ich war einfach nicht
bereit, den sich vor mir öffnenden Weg zu gehen. Der Kontakt brach
somit für eine längere Zeit ab. Der erneute Kontakt kam erst zu
stande, als mir klar wurde, dass es für mich keinen anderen Weg
gibt.
D
4
Und so tat sich vor mir das nächste Tor auf und ich brauchte nur
noch hindurch gehen. Was mir lange aus Furcht, vor dem was hinter
dieser Tür auf mich warten könnte, nicht möglich war. Furcht ist
Versagen, und der Vorläufer des Versagens und Mut ist der Anfang
des Erfolgs. Ich bekam eine Aufgabe, diese war das Liber 369 zu
schreiben. Ich hatte zu diesen Zeitpunkt keine Ahnung was damit
gemeint sein könnte und auch meine ehemalige Suche nach einer
kabbalistischen Abkürzung hatte ich bereits vergessen. Drei ist
Binah, sechs Tiphareth und neun ist Jesod. Drei Manifestationen der
Eins.
So schrieb ich eines Abends den Ritus 963. Das Ritual bietet die
Möglichkeit zur Vereinigung von Mond, Sonne und Saturn um
darüber hinaus hinter den Abgrund und somit auch hinter die
Polarität blicken zu können. Es erklärt sich von selbst, dass ich
innerhalb des Ritus die mir vertrauten Werkzeuge benutze.
Liebe ist das Gesetz – Liebe unter Willen
Mitleidlose Liebe
SorT ACRIS SINE AMBAGIS
in Domo Kokkinh 2006 e.v./ An IVxiv
! in 23° i : " in 28° g:
5
RITUS 963
svb figvra CMLXIII
AUSSTATTUNG DES TEMPELS
Dieses Ritual ist die Version des Ritus 963
für einen Tempel der Bruderschaft.
=
Der Tempel ist schwarz ausgekleidet. Vor dem Hauptaltar stehen
zwei große weiße Kerzen, die mit einer dritten weißen Kerze
zwischen den beiden Aufseheraltären ein absteigendes Dreieck
bilden. Dieses ergibt zusammen mit dem durch Hauptaltar und
Aufseheraltären markierten aufsteigenden Dreieck das Zeichen des
Ash’Maim. Inmitten des Ash’Maim, im absoluten Mittelpunkt des
Tempels steht eine große rote Kerze, davor eine Opferschale.
Das Ritual soll durch die Vereinigung von Mond, Sonne und Saturn
eine Möglichkeit bieten, hinter den Abyss zu blicken und die
Möglichkeit Erfahrungen jenseits der Polarität zu machen.
Idealerweise wird das Ritual von drei Frauen (M., 1A, 2A) und
einem Mann (ZM) zelebriert.
1. PUNKT
ZM. (lässt die Geschwister in den Tempel. Wenn alle eingetreten sind
schließt er die Tür, setzt sich an seinen Platz)
[Kurze Pause]
6
ZM. (erhebt sich:) Die anwesenden Geschwister sind
eingetreten, und erwarten den Ritus der Heiligen
Syzygiums. (nimmt Platz.)
2A. (schlägt den Gong)
M. Es gibt kein Band, das die Getrennten zu
vereinen vermag, außer der Liebe: alles andere
ist ein Fluch. Vollziehen Sie die rituelle
Räucherung!
(Geschieht.)
ZM. (tritt vor den Altar, verneigt sich) Das Ash’Maim ist bereit
für das Heilige Syzygium. (nimmt Platz.)
M. Meine Brüder und Schwestern, laßt uns die
Reise beginnen zu dem Ort, jenseits der Dualität
von Raum und Zeit.
Wir werden die Energien der Sphären auf
unserem Weg verschmelzen und mit ihrer Kraft
den Abgrund1 überwinden, um letztendlich die
Grundlagen der Weisheit2 zu empfangen und mit
einem tieferen Verständnis3 des Universums
diesen Tempel wohlbehalten wieder zu
verlassen.
2A. (schlägt den Gong)
2A. Nur wer frei von Furcht ist, kann diesen Weg
beschreiten!
2A. (schlägt den Gong)
1 Abgrund: s. Abyss im Glossar
2 hebr. Chokmah
3 hebr. Binah
7
1A. Nur wer freien Willens ist, kann diesen Ort
betreten!
2A. (schlägt den Gong)
M: Drei Pforten müssen wir durchschreiten,
drei Fragen werden uns auf unseren Weg
begleiten,
drei Feinden werden wir begegnen
und drei Freunde werden uns segnen.
Doch nur einer wird den heiligen Ort betreten!
2. PUNKT
2A. (schlägt den Gong leise 9 x)
2A. Ich rufe die Kräfte und Energien des Mondes
herab
Ich rufe die Herrin der Illusion und der Träume
Ich rufe Dich
bei LEVANAH und KERUBIM,
bei dem Helden Gottes, GABRIEL
und bei dem Namen SHADDAI EL CHAI
(erhebt sich, zündet die große weiße Kerze rechts vorm
Hauptaltar an – kehrt an ihren Platz zurück.)
1A. (schlägt die Glocke)
2A. (schlägt den Gong leise 9 x)
1A. Ich rufe die Wächterin der ersten Pforte
Ich rufe die reinigende Kraft der Emanationen4
Ich rufe Dich
4 Siehe hierzu das Sepher Jezirah
8
bei LEVANAH und KERUBIM,
bei dem Helden Gottes, GABRIEL
und bei dem Namen SHADDAI EL CHAI
(erhebt sich, zündet die große weiße Kerze links vorm
Hauptaltar an – kehrt an ihren Platz zurück.)
1A. (schlägt die Glocke)
2A. (schlägt den Gong leise 9 x)
M. Ich bin eine Zauberin des Mondes
Ich öffne die erste Pforte
Durch LEVANAH und KERUBIM,
durch den Helden Gottes, GABRIEL
und durch den Namen SHADDAI EL CHAI
(erhebt sich, zündet die große weiße Kerze mittig vor den
Aufseherposten an.)
1A. (schlägt die Glocke)
M. (geht einmal im Kreis, alle Altarkerzen löschend, bis auf die
Hilfslichter. Wieder im Süden angekommen, tritt sie vor die grosse
rote Kerze, zieht das Sigill und bündelt die Energie auf das Papier
mit dem geheimen Zeichen. Dann legt sie das Papier in die
Opferschale, und geht zurück zu ihrem Platz.)
ZM. (sobald sich M. aufgerichtet hat) MAKHASHANAH
[9 Min. Pause]
3. PUNKT
2A. (schlägt den Gong leise 6 x)
M. Ich rufe den Wächter der zweiten Pforte
Ich rufe den, der den Ausgleich schafft!
Ich rufe Dich
bei SHEMESH und MELACHIM,
9
bei dem Heiler Gottes, RAPHAEL
und bei dem Namen ADONAI ELOAH VA
DAATH
(erhebt sich und entzündet die große rote Kerze mittig vor den
Aufseherposten an.)
1A. (schlägt die Glocke)
2A. (schlägt den Gong leise 6 x)
ZM: Ich bin ein Priester der Sonne
Ich öffne die zweite Pforte
durch SHEMESH und MELACHIM,
durch den Heiler Gottes, RAPHAEL
und durch den Namen ADONAI ELOAH VA
DAATH
1A. (schlägt die Glocke)
ZM. (erhebt sich, geht in die Mitte des Tempels, zieht das Sigill und
bündelt die Energie auf das Papier mit dem geheimen Zeichen. Dann
legt er das Papier in die Opferschale, und geht zurück zu seinem
Platz)
M. (sobald sich ZM. aufgerichtet hat) MAKHASHANAH
[6 Min. Pause]
4. PUNKT
2A. (schlägt den Gong leise 3 x)
M. Ich überschreite den Abgrund
Und öffne die dritte Pforte
durch SHABBATAI und ERELIM,
durch das Auge Gottes, TZAPHQUIEL
und durch den Namen ADONAI ELOHIM.
10
1A. (schlägt die Glocke)
(M. erhebt sich, geht in die Mitte des Tempels, zieht das Sigill
und bündelt die Energie auf das Papier mit dem geheimen
Zeichen. Dann legt sie das Papier in die Opferschale, und
setzt sich im Drachensitz.)
ZM. (sobald M. sitzt) MAKHASHANAH
[3 Min. Pause]
M. (erhebt sich, breitet ihre Arme in Form eines Taus aus mit nach oben
geöffneten Handflächen.)
Im Angesicht der Leere
lasst uns die Vereinigung vollziehen
UNABHÄNGIG5
in HINGABE an das Große Werk6
und SCHWEIGEND7!
ZM. Meine Brüder und Schwestern, erheben sie sich
als Zeugen des Opfers – bilden sie mit mir die
mystische Kette!
(Alle erheben sich und bilden um M und Kerze eine Kette.)
(M. entzündet die Zettel der Reihe nach an der roten Kerze
und lässt sie vollständig in der Feuerschale verbrennen, dann
verharrt sie in Meditation im Drachensitz.)
(Nach einer Zeit erhebt sie sich in der Haltung des
Auferstandenen Osiris, leer nach Süden blickend – plötzlich
hebt sie ihre linke Hand und streckt sie langsam aus.)
5 Metaph. Tugend von Jesod
6 Metaph. Tugend von Tiphereth
7 Metaph. Tugend von Binah
11
M. Leer ist meine linke Hand,
denn ich habe ein Universum zermalmt;
& nichts verbleibt.
ZM. Meine Brüder und Schwestern, sie sind Zeuge –
kehren Sie nun an ihre Plätze zurück!
(Alle kehren wieder an ihre Plätze zurück.)
5. PUNKT
2A. (schlägt den Gong)
2A. Frei von Furcht!
1A. – mit freiem Willen!
M. – sind wir aus dem Zwielicht8,
– durch das Licht9
in die Finsternis gestiegen10!
2A. (schlägt den Gong)
M. Wir haben die Energien der Sphären auf unserem
Weg verschmolzen und mit ihrer Kraft den
Abgrund überwunden. Sind alle wieder
wohlbehalten in diesem Tempel zurückgekehrt?
2A. Sie sind es!
M. Haben Sie ein tieferes Verständnis des
Universums erlangt?
1A. Sie taten es!
M. Und haben sie die Grundlagen der Weisheit
empfangen?
8 Jesod
9 Tiphareth
10 Binah
12
ZM. (erhebt sich) Das Ash’Maim ist erfüllt vom heiligen
Syzygium!
M. Das Vollkommene und das Vollkommene sind
ein Vollkommenes und nicht zwei; nein, sind
keins!
Der Ritus ist beendet.
(Der ZM. erhebt sich und öffnet die Tempelpforte; alle
verlassen den Tempel.)
13
RITUS 963
svb figvra CMLXIII
AUSSTATTUNG DES TEMPELS
Dieses Ritual ist die Version des Ritus 963
für einen Zelebranten.
!
Der Tempel ist schwarz ausgekleidet. Drei schwarze Kerzen bilden
ein aufsteigenden Dreieck, drei große weiße Kerzen ein absteigendes
Dreieck bilden. Die Kerzen sind farblich abwechselnd angeordnet
und ergeben zusammen ergeben das Zeichen des Ash’Maim.
Inmitten des Ash’Maim, im absoluten Mittelpunkt des Tempels steht
eine große rote Kerze, davor eine Opferschale und ein Räuchergefäß.
Es ist darauf zu achten, dass der Platz in der Mitte ausreichend ist,
um sich darin bequem zu bewegen.
1. PUNKT
Nachdem er sich entsprecht bekleidet hat, entzündet er die Kerzen
und die Räucherkohle. Dann stellt er sich nach Osten blickend in die
Mitte des Hexagramms.
(Er vollzieht das bannende Pentagrammritual der Erde.)
Z. „Es gibt kein Band, das die Getrennten zu
vereinen vermag, außer der Liebe: alles andere
ist ein Fluch“
14
(Z. vollzieht die Räucherung, nach Norden blickend, 9 x eine
Lemniskate ¥ ziehend.)
Z. „Ab Kether ¥
Ex Chokmah ¥
Tu Binah ¥
Ex Chesed ¥
Regina Geburah ¥
Nunc Tiphareth ¥
In Netzach ¥
Totius Hod ¥
Ad Jesod ¥
Saeculorum Malkuth”
(“Von der Krone, aus der Weisheit, Du Oh Einsicht, bist die Gnade,
Königin der Strenge. Nun die vollendete Schönheit, im Siege, von
allem Glänze, für das Fundament der Zeitalter des Universums.“)
(Er verneigt sich und steht dann in der Haltung des
auferstanden Osiris.)
2. PUNKT
(Nachdem er sich gesammelt hat, hebt er die Arme in Form
eines Taus, Handflächen nach oben geöffnet.)
(Er vollzieht nun die erste Anrufung:)
Z. „Ich rufe die Kräfte und Energien des Mondes
herab.
Ich rufe die Herrin der Illusion und der Träume.
Ich rufe Dich
15
bei LEVANAH und KERUBIM,
bei dem Helden Gottes, GABRIEL
und bei dem Namen SHADDAI EL CHAI
denn ich bin N.N., Dein Magier,
dem Du Deine Pforte geöffnet hast!“
(Er zieht das Sigill und bündelt die Energien auf das Papier
mit den geheimen Zeichen und legt es dann in die
Opferschale. Er verbeugt sich und vibriert dabei.)
„MAKHASHANAH“
(Dann setzt er sich in sein Asana auf den Boden, schließt die
Augen und erspürt die Energien der Sphäre. )
[9 Min. Pause]
3. PUNKT
(Nach verstrichener Zeit erhebt er sich und steht in der
Haltung des auferstanden Osiris. Nachdem er sich gesammelt
hat, hebt er die Arme in Form eines Taus, Handflächen nach
oben geöffnet.)
(Er vollzieht nun die zweite Anrufung:)
Z. „Ich rufe den Wächter der zweiten Pforte.
Ich rufe den, der den Ausgleich schafft!
Ich rufe Dich bei SHEMESH und MELACHIM,
bei dem Heiler Gottes, RAPHAEL
und bei dem Namen ADONAI ELOAH VA
DAATH
Denn ich bin N.N., Dein Priester,
dem Du Deine Pforte geöffnet hast!“
16
(Er zieht das Sigill und bündelt die Energien auf das Papier
mit den geheimen Zeichen und legt es dann in die
Opferschale. Er verbeugt sich und vibriert dabei.)
„MAKHASHANAH“
(Dann setzt er sich in sein Asana auf den Boden, schließt die
Augen und erspürt die Energien der Sphäre. )
[6 Min. Pause]
4. PUNKT
(Nach verstrichener Zeit erhebt er sich und steht in der
Haltung des auferstanden Osiris. Nachdem er sich gesammelt
hat, hebt er die Arme in Form eines Taus, Handflächen nach
oben geöffnet.)
(Er vollzieht nun die dritte Anrufung: )
Z. „Ich überschreite den Abgrund
Und öffne die dritte Pforte
durch SHABBATAI und ERELIM,
durch das Auge Gottes, TZAPHQUIEL
und durch den Namen ADONAI ELOHIM“
(Er zieht das Sigill und bündelt die Energien auf das Papier
mit den geheimen Zeichen und legt es dann in die
Opferschale. Er verbeugt sich und vibriert dabei.)
„MAKHASHANAH“
(Dann setzt er sich in sein Asana auf den Boden, schließt die
Augen und erspürt die Energien der Sphäre. )
[3 Min. Pause]
17
5. PUNKT
(Er erhebt sich, nach Norden blickend, hebt die Arme in Form
des Taus, Handflächen nach oben geöffnet.)
Z. „Im Angesicht der Leere
vollziehe ich die Vereinigung
UNABHÄNGIG
in HINGABE an das Große Werk
und SCHWEIGEND!
(Z. entzündet die Zettel der Reihe nach an der roten Kerze
und lässt sie vollständig in der Feuerschale verbrennen, dann
verharrt er in Meditation im Drachensitz.)
[Pause nach eigenem Ermessen.]
(Dann erhebt er sich in der Haltung des Auferstandenen
Osiris, leer nach Norden blickend – plötzlich hebt er seine
linke Hand und streckt sie langsam aus.)
Z. „Leer ist meine linke Hand,
denn ich habe ein Universum zermalmt;
& nichts verbleibt.“
(Verbeugung – nach angemessener Zeit wird der Tempel
geschlossen.)
18
RITUS 963
svb figvra CMLXIII
AUSSTATTUNG DES TEMPELS
Dieses Ritual ist die Version des Ritus 963
für zwei Zelebranten.
'
Der Tempel ist schwarz ausgekleidet. Vor dem Mandala steht ein
kleiner Altar. Auf den Altar stehen: ein dreiarmiger Leuchter, in
dessen Mitte befinden sich eine rote und an deren Seiten zwei
schwarze Kerzen. Davor steht eine Räucherschale. Als Räucherung
wird Abramelin empfohlen, falls diese nicht zu beschaffen ist, eignet
sich auch Weihrauch.
1. PUNKT
Nachdem die Zelebranten sich entsprecht bekleidet haben, werden
die Kerzen und die Räucherkohle entzündet. Die Zauberin sitzt im
Drachensitz auf dem Mandala. Der Magier stellt sich nach Osten
blickend in die Mitte des Tempels.
(Er vollzieht das bannende Pentagrammritual der Erde.)
(dann verkündet er)
M. „Es gibt kein Band, das die Getrennten zu
vereinen vermag, außer der Liebe: alles andere
ist ein Fluch“
19
(M. setzt sich in das Mandala. Z. erhebt sich und vollzieht die
Räucherung, nach Norden blickend, 9 x eine Lemniskate ¥
ziehend.)
Z. „Ab Kether ¥
Ex Chokmah ¥
Tu Binah ¥
Ex Chesed ¥
Regina Geburah ¥
Nunc Tiphareth ¥
In Netzach ¥
Totius Hod ¥
Ad Jesod ¥
Saeculorum Malkuth”
(“Von der Krone, aus der Weisheit, Du Oh Einsicht, bist die Gnade,
Königin der Strenge. Nun die vollendete Schönheit, im Siege, von
allem Glänze, für das Fundament der Zeitalter des Universums.“)
(Sie verneigt sich und steht dann in der Haltung des
auferstanden Osiris.)
2. PUNKT
(Nachdem Z. sich gesammelt hat, hebt sie die Arme in Form
eines Taus, Handflächen nach oben zeigend.)
(Sie vollzieht nun die erste Anrufung:)
Z. „Ich rufe die Kräfte und Energien des Mondes
herab.
Ich rufe die Herrin der Illusion und der Träume.
Ich rufe Dich
20
bei LEVANAH und KERUBIM,
bei dem Helden Gottes, GABRIEL
und bei dem Namen SHADDAI EL CHAI
denn ich bin N.N., Deine Zauberin,
die für Dich die Pforten geöffnet hat!“
(Z. legt in anmutiger Hingabe die gefalteten Hände auf den
Scheitel.)
(Der M, vollzieht nun einen weiteren Ritus der Fumigation,
indem er Z. in Schlangenform von den Lenden bis zum
Scheitel beräuchert.)
(Dann zeichnet M. mit Rosenöl die Chakren auf die
Vorderseite von Z.)
(M. nimmt wieder Platz.)
(Z. nimmt die Energien in sich auf, und verneigt sich. Dann
vibriert sie)
„MAKHASHANAH“
(Dann setzt sie sich vor den Magier, in ihr Asana, auf das
Mandala und tritt mit ihm in energetische Verbindung.)
[9 Min. Pause]
3. PUNKT
(Nach verstrichener Zeit erhebt sich M. und wendet sich nach
Süden in der Haltung des auferstandenen Osiris. Nachdem er
sich gesammelt hat, hebt er die Arme in Form eines Taus,
Handflächen nach oben geöffnet.)
(Er vollzieht nun die zweite Anrufung:)
M. „Ich rufe den Wächter der zweiten Pforte.
Ich rufe den, der den Ausgleich schafft!
Ich rufe Dich bei SHEMESH und MELACHIM,
21
bei dem Heiler Gottes, RAPHAEL
und bei dem Namen ADONAI ELOAH VA
DAATH
Denn ich bin N.N., Dein Priester,
dem sich die Pforten geöffnet haben!“
(M. legt in mutiger Entschlossenheit die gefalteten Hände auf
den Scheitel.)
(Z. vollzieht nun einen weiteren Ritus der Fumigation, indem
sie M. in Schlangenform von den Lenden bis zum Scheitel
beräuchert.)
(Dann zeichnet Z. mit Rosenöl die Chakren auf die
Vorderseite von M.)
(Z. nimmt wieder Platz.)
(M. nimmt die Energien in sich auf, und verneigt sich. Dann
Dabei vibriert er)
„MAKHASHANAH“
(Dann nimmt er wieder seinen Platz ein und tritt erneut mit Z.
in energetische Verbindung.)
[6 Min. Pause]
4. PUNKT
(Nach verstrichener Zeit erheben sich beide in der Haltung
des auferstanden Osiris. M. tritt hinter Z.. Nachdem sie sich
gesammelt haben, hebt Z. die Arme in Form eines Taus,
Handflächen nach oben geöffnet. M. umfasst sie in der
Haltung von Puella.)
(Sie vollziehen nun die dritte Anrufung: )
Z./M. „Wir überschreiten den Abgrund
Und öffnen die dritte Pforte
durch SHABBATAI und ERELIM,
22
durch das Auge Gottes, TZAPHQUIEL
und durch den Namen ADONAI ELOHIM“
(M. und Z. stimulieren nun gemeinsam wechselseitig die
bereits aktiven Chakren, solange sie es für notwendig halten.
Sie nehmen die Energien auf und verbeugen sich. Dann
vibrieren sie zusammen.)
„MAKHASHANAH“
(Sie nehmen wieder ihren Platz ein und treten in vertiefte
energetische Verbindung.)
[9 Min. Pause]
5. PUNKT
(Nach angemessener Zeit verkündet M.)
M. „Im Angesicht der Leere
vollziehen wir das Syzygium
UNABHÄNGIG
in HINGABE an das Große Werk
und SCHWEIGEND!
(Vollziehung des Syzygiums unter Einbeziehung der
entsprechenden Verse des Liber Al und dem Zahlenschlüssel
des Rituals.)
(Nach Beendigung des Syzygiums verkündet er)
M. „Das Vollkommene und das Vollkommene sind
ein Vollkommenes und nicht zwei; nein, sind
keins!“
(sie erwidert)
23
Z. „Leer ist meine linke Hand,
denn ich habe ein Universum zermalmt;
& nichts verbleibt.“
(Nach angemessener Zeit wird der Tempel geschlossen.)
24
ANHÄNGE
DAS MANDALA
Der Tempel ist schwarz ausgekleidet. Vor dem Hauptaltar stehen
zwei große weiße Kerzen, die mit einer dritten weißen Kerze
zwischen den beiden Aufseheraltären ein absteigendes Dreieck
bilden. Es ist das Symbol für Wasser und der Yoni und steht somit
für die passive Energie.
Das aufsteigende Dreieck das durch den Hauptaltar und
Aufseheraltären gebildet wird ist das Symbol des Feuers und des
Lingam und steht für die aktive Energie.
Zusammen bilden sie das Zeichen des Ash’Maim. Das
Hexagramm steht für die Vereinigung der Dualität. Die große rote
Kerze inmitten des Hexagramms steht für Tiphareth und die
Zunahme des Lichts. Auch symbolisiert es die männliche Energie
innerhalb des Ritus, die durch die weibliche Energie hervorgebracht
wird.
Diese Symbolik repräsentiert alle Stufen des Ritus in
umgekehrter Reihenfolge.
25
GLIEDERUNG DES RITUALS IN FÜNF PUNKTE
ZU PUNKT 1
In Punkt 1 des Ritus wird den Anwesenden die bevorstehende Arbeit
erläutert. Wobei syzygien verbinden bedeutet, Syzygium aber auch
nach alter gnostischer Lehre die Vereinigung bzw. Paarung zweier
entgegengesetzter Archonten ist.
Liebe ist das Gesetz und nur Liebe kann das Getrennte vereinen,
was hier durch den Liber Al Vers hervorgehoben wird. Das ein
Ritual, mit freien Willen und frei von Furcht zelebriert werden
sollte, erklärt sich von selbst. Auch hier wird nochmals gesondert
darauf verwiesen, damit sich jeder Teilnehmer dessen auch bewusst
ist.
Wir durchschreiten drei Tore, und jedes dieser Tore besitzt einen
Wächter. Dieser Wächter lässt nur jene passieren die das Recht dazu
besitzen hindurch zu gehen. An jedem dieser Tore müssen wir uns
selbst die Frage stellen, ob dem so ist. Nur dann werden und können
wir weiter gehen. Die drei Feinde sowie die drei Freunde sind wir
selbst. Licht und Schatten derselben Quelle. Durch Ihre Vereinigung
wird es nur einer sein, der jenseits des Abyss blicken wird.
PUNKT 2 UND 3
Die Anrufung der Mächte die in den jeweiligen Sphären der
Sephiroth präsent sind.
Das geheime Sigill bezieht sich auf die Magischen Quadrate des
jeweiligen Planeten.
MAKHASHANAH ist das Wort des Äons, welches der Meister
Therion in „Vision und Stimme“ verkündet hat. [Eine komplette
26
Erklärung dieser magischen Formel und ihres besonderen Bezuges
auf den saturnischen Weg wurde von MstrT Menthu erarbeitet.]
PUNKT. 4.
Derweil das Öffnen der ersten Pforte noch durch alle Zelebranten
vollzogen wurde, ist das Öffnen der zweiten Pforte nur durch die
Zusammenarbeit des ZM und der Priesterin möglich. Das Öffnen der
dritten Pforte erfolgt somit durch die bis dahin angesammelte
Energie und die stattgefundene Vereinigung des ZM und der
Priesterin. So wird der Abgrund überschritten
„Eine alte ägyptische Esoterik sagt: ‚Das Himmelreich wird erst
dann kommen, wenn Zwei EINS sind, das Männliche und das
Weibliche so sind, daß es beides nicht mehr gibt.’“
Im Angesicht der Leere, durch die Tugend von Jesod
(Unabhängigkeit), der von Tiphareth (Hingabe an das große Werk)
und der Tugend von Saturn (Schweigen), wird nun die Vereinigung
der Kräfte vollzogen. Alle bis dahin gewonnen Erkenntnisse und
Inspirationen sind zu diesem Zeitpunkt sowohl verinnerlicht wie
auch vereint und müssen bereitwillig von sich gegeben werden.
Dies ist das große Opfer, welches gegeben wird, um hinter die
Polarität blicken zu können.
PUNKT 5
Verkündigung und Ende der vollbrachten Arbeit.
Das Ritual ist in fünf Punkte oder Stationen als Bezugnahme auf das
Pentagramm gegliedert.
27
SINN UND ZWECK DES RITUALS
Das Ritual bietet die Möglichkeit effektiv, die Sphären zu erfahren
und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Es ist der saturnische Weg
eines Magiers zurück zum Ursprung, aus dem alles entstanden ist.
Durch das Tor der Materie, welches auch Tor der Tränen oder auch
Tor des Todes genannt wird, sehnen wir uns zurück zum Ursprung.
Zwar kann man diesen Prozess nicht gänzlich umgehen, doch kann
dieses Ritual helfen den Weg, im saturnischen Sinne zu verkürzen.
Die wichtigsten Stationen liegen in Jesod, Tiphareth und Binah.
Alles was darüber hinaus geht, ist fast nicht greifbar. Jesod ist die
neunte Sephirah und die Spiegelung von Tiphareth, der Sechs. Der
Mond strahlt nicht aus sich selbst. Er nutzt das Licht der Sonne,
welches er reflektiert.
Diese drei Sephiroth repräsentieren die drei Triaden des
Lebensbaumes. In ihnen ist alles enthalten, was wir zum
Fortschreiten benötigen. Zwar sollte man niemals eine Sephirah
getrennt von den sie umgebenden betrachten, doch ist es möglich, sie
im harmonischen Zustand, unter Einbeziehung der übrigen
Sephiroth, als Essenz derselben zu nutzen. Hierbei ist nicht zu
vergessen, dass der Baum des Lebens nicht getrennt von uns zu
betrachten ist, sondern in uns selbst liegt. Es gilt auch dies zu
harmonisieren.
So wie die neun eine Spiegelung der Sechs ist, ist auch die Sechs
nur eine Spiegelung der Drei – auf andere Weise. Ein Harmonisches
Zusammenspiel der Kräfte, dessen Ursprung in Binah, der Drei,
liegt.
Diese Dreiteilung ist auch initiatorisch von Bedeutung. Während
auf der einen Seite die meisten Systeme der Einweihung nur drei
Grade (Einweihungen) kennen, Lehrling, Geselle und Meister, kann
man den vollkommenen Weg der Einweihung (oder Erleuchtung)
28
ebenfalls in drei Stufen unterteilen. Das eine spiegelt das andere
wieder.
Der Lehrling/Neophyt (Neugepflanzter) wird geboren und
beginnt sein Leben unwissend für das was kommen mag. Die zweite
Initiation erfolgt durch das Leben und ist der Gesellengrad. Der
Geselle geht auf Wanderschaft sowohl physisch wie auch psychisch.
Als Meister hat er den Sinn seiner Wanderschaft erkannt und beginnt
damit, seinen „Garten“ zu bestellen – die Neugepflanzten. Was nicht
heißt, dass er das „große Werk“ vollbracht hat. Er ist sich bewusst
geworden und in der Lage dementsprechend zu handeln, er beginnt
nun, die jugendliche Perspektive eines Lehrlings zu transzendieren.
Vor ihm liegt der Weg zur Adeptschaft (dem Gesellen auf dem
vollkommenen Weg der Einweihung.)
Jede Geburt hat zwangsläufig auch den Tod zur Folge, so wie der
Lehrling symbolisch für die Geburt steht, steht der Meister für den
Tod. Es ist der notwendige Kreislauf des Lebens. Jeder Tod bedeutet
auch einen Neuanfang, Tod und Geburt sind somit untrennbar
miteinander verbunden.
Der Beginn des Lebens liegt in Malkuth, dem Tor des Todes. Die
Initiation zum Lehrling erfolgt nach Jesod, der Geselle steht in Hod,
so wie der Meister in seinem Streben nach Tiphareth im Sieg
Netzachs steht. Ein geweihter Meister steht noch nicht in Tiphareth.
Dies wäre der Grad eines Adepten der über den Meistergrad hinaus
gewachsen ist, eines Meisters, der nicht nur den Grad trägt, sondern
auch vollkommen ausgefüllt hat. Da dies aber den unteren Sphären
nicht zur Beurteilung steht, ist auch dies ein Meister.
So wie die Sonne hoch am Himmel erstrahlt, so strahlt auch der
Meister in den Augen des Vorhofs. Die Sonne zieht ihre Bahnen am
29
Horizont und versinkt im Westen. Auch das Licht des Meisters
endet, wenn der Angestrahlte im eigenen Lichte erstrahlt. Das
dunkle Licht jedoch leuchtet im Inneren und wächst stetig. Dieses
dunkle Licht ist das Licht des Saturn, das Licht des Verstehens. Ein
Meister ist und wird kein Adept, wenn er selbst durch die Sonne
geblendet wird und nicht erkennt, dass der Prozess der
Transformation nichts mehr mit dem solaren Mythos gemein hat.
Ein Meister ist auch immer Priester und somit Mittler zwischen den
höchsten und den niedrigsten. Er selbst hat das Höchste noch nicht
erreicht und somit ist es seine Aufgabe, dies zu vollbringen, das
große Werk zu vollenden. Noch bevor er seinen Grad erfüllt hat,
sollte ihm klar sein, dass der Prozess dieser Transformation, zwar in
Tipharet begründet, die Transformation selbst aber nur von Binah
ausgehen kann. In Tiphareth sind alle sterbenden und sich opfernden
Gottheiten wie z.b. Osiris beheimatet. Osiris stirbt und wird erneut
geboren, doch er kann nicht in sein altes Dasein zurück kehren. Er
ist nicht mehr der, der er einmal war. Er wird zu etwas anderem. Der
Sonnengott wird zum Gott der Unterwelt. Tod und Auferstehung
finden ihren Anfang in Tiphareth, die Bewusstwerdung nicht mehr
so zu sein wie vorher und somit nicht in das alte Leben zurück zu
kehren, fließt aus Binah. Es ist diese Erkenntnis, die jeden Meister
dazu anstrebt, diesen Prozess weiter zu durchlaufen, bis zur
Vollendung des großen Werkes. So ist auch der Tod ein Neuanfang
des Lebens. Die Wanderschaft eines Gesellen beginnt von vorn bis
das Innere Licht nach außen tritt und der Meister die physische Welt,
ohne den Umweg des Sterbens, für immer verlässt.
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DIE DREI STUFEN DES RITUS
ZU RITUS 963. SINGLE
Der Single-Ritus schließt sich an die Symbolik des Gruppenrituals
an und ist für die weiterführende Arbeit gedacht. Es gibt den
Zelebranten die Möglichkeit sich auch alleine rituell weiter zu
vertiefen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vorbereitung auf das
abschließende Ritual dieser magischen Dreiheit. Er wird mit den
Namen und den Ablauf vertrauter und lernt nach und nach sich auf
die verschiedensten energetischen Stufen des Ritus einzustimmen
und diese zu verinnerlichen. Das Pentagrammritual dient der eigenen
sowie der äußerlichen Reinigung des Tempels. Innerhalb des Ritus
liegt der Schwerpunkt auf die von uns erwünschten Energien, alles
andere lassen wir außen vor um diese nicht zu beeinflussen
Innerhalb des Gruppenrituals spielt dies keine größere Rolle, da
durch die Anwesenheit mehrerer Teilnehmer das Ergebnis
energetisch immer abweichend ist.
ZU RITUS 963. DUAL
Das Hexagramm wird durch den Magier und der Zauberin gebildet.
Die Sigillen entfallen. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits genug mit
ihnen gearbeitet, der gewünschte Zustand der Verinnerlichung,
sowie der Opferung, werden transformiert in einer höheren Stufe.
Der Ritus erklärt sich von selbst und wird daher hier nicht näher
beschrieben.
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GLOSSAR
ERLÄUTERUNG DER VERWENDETEN BEGRIFFE
ABYSS Der durch den Fall der Sephirah Malkuth
(Königreich) entstandene Abgrund, der uns von
der höchsten Triade am Baum des Lebens
trennt (Kether – Chokmah – Binah)
ADONAI ELOAH
VA DAATH
Gottesname in Tiphareth
ADONAI ELOHIM Gottesname in Binah, „Gott der Herr“
ASH MAIM Vereinigung von Feuer (Ash) und Wasser
(Maim), das Hexagramm
ERELIM Engelschor der Sphäre Binah, „die Throne“
GABRIEL Erzengel der Sphäre Jesod, „der Held Gottes“
KERUBIM Engelschor der Sphäre Jesod, „die Starken“
LEVANAH Der Mond (hebr.)
MAKHASHANAH Das Wort des Äons, siehe „Liber 418 – Die
Vision und die Stimme“, ebenfalls eine
transsolare magische Formel
MELACHIM Engelschor der Sphäre Tiphareth, „die Könige“
RAPHAEL Erzengel der Sphäre Tiphareth, „der Heiler
Gottes“
SHABBATAI Der Planet Saturn (hebr.)
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SHADDAI EL CHAI Gottesname in Jesod, „der mächtige und
lebendige Gott“
SHEMESH Die Sonne (hebr.)
SYZYGIUM Nach alter gnostischer Lehren die Vereinigung
bzw. Paarung zweier entgegengesetzter
Archonten.
TZAPHQIEL Erzengel der Sphäre Binah, „das Auge Gottes“
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ZITATE
„Es gibt kein Band, das die Getrennten zu vereinen vermag, außer
der Liebe: alles andere ist ein Fluch.“ – Al I:41
„Leer ist meine linke Hand, denn ich habe ein Universum
zermalmt; & nichts verbleibt.“ – Al III:73
„Das Vollkommene und das Vollkommene sind ein
Vollkommenes und nicht zwei; nein, sind keins!“ – Al I:45
VERWEISE
Keine Arbeit entsteht in einem Vakuum. Viele der grundlegenden
Einsichten und Ideen lassen sich bereits in anderen Texten und Arbeiten, die
ich der Bruderschaft vorgelegt habe, finden. Ebenso sind Erkenntnisse und
Einsichten meiner persönlichen Arbeit in der Bruderschaft, dem Orient
Hamburg und privat eingeflossen. Mein besonderer Dank gilt hierbei
meinen Geschwistern, dem Großmeister und natürlich meinem Mentor, der
mit mir viele der Punkte besprochen hat und mich auch sonst tatkräftig
unterstützt hat.