Meisterritual

Praeparatio

 

 

 

Vor Eröffnung der Meisterloge wird der Logenraum hergerichtet.

 

Der Altar im Norden ist mit einem schwarzen Altartuch bedeckt.

 

 

 

Der Platz des Meisters vom Stuhl ist hinter dem Altar:

 

            Dreiflammiger Leuchter mit schwarzen Kerzen
            Ritualbuch
            Logenschwert
            Kelch mit Rotwein gefüllt und mit einem weißen Tuch bedeckt

 

            Schale mit Brot mit einem weißen Tuch bedeckt
            Drei weiße Kerzen, im Dreieck angeordnet, die Spitze nach Norden weisend
            Kerze des Hadit
            Räucherpfanne mit Holzkohle und Räucherstoff
            Hammer
            Hilfskerze, Fidibus und Kerzenlöscher

 

 

 

Der Platz des Ersten Aufsehers ist vor der Säule B\

 

            Dreiflammiger Leuchter mit schwarzen Kerzen
            Ritualbuch

 

 

 

Der Platz des Zweiten Aufsehers ist vor der Säule J\

 

            Dreiflammiger Leuchter mit schwarzen Kerzen
            Ritualbuch
            Gong
            Glocke

 

Der Zweite Aufseher bedient die Musik.

 

 

 

 Im Norden sind die Ehrenplätze für

 

            den Großmeister
            den Großinspekteur
            den Großkanzler, sowie für ausgewählte Brüder und Schwestern.

 

 

 

Vor Eröffnung der Loge befinden sich nur die Beamten im Tempel. Das sind:

 

            Der Meister vom Stuhl
            Der Erste Aufseher
            Der Zweite Aufseher.

 

Der Meister vom Stuhl entzündet zuerst die Hilfskerze. Alle Anwesenden sammeln sich. Dann entzündet der Meister vom Stuhl die schwarzen Kerzen der drei-flammigen Leuchter, zunächst die auf dem Altar, dann die am Platz des Ersten Aufsehers und zuletzt die am Platz des Zweiten Aufsehers. Dabei beginnt er jeweils mit der mittleren Kerze, dann folgen die linke und zuletzt die rechte Kerze. Dabei spricht er die Worte: "In nomine Demiurgi Saturni". Danach wird die Hilfskerze gelöscht.

 

 

 

Nach Beendigung der Vorbereitungen wird der Tempel vom Meister vom Stuhl magisch geöffnet. Die Beamten bedecken ihr Haupt und nehmen ihre Plätze ein.

 

Tempeleröffnung

 

 

 

Alle Meister sitzen mit hochgeschlagener Kapuze auf ihren Plätzen.

 

 

 

2. A.       Der Zweite Aufseher schaltet die Musik ein. Auf einen Wink des Meisters vom Stuhl schlägt der Zweite Aufseher 3-mal gegen die Tempeltür (Meisterschlag), öffnet sie und spricht:

 

 

 

              Die Loge ist geöffnet!

 

 

 

Die im Vorraum wartenden Meister gehen an ihre Plätze und setzen sich.

 

 

 

              Der Zweite Aufseher schließt die Tür, geht an seinen Platz, verneigt sich und spricht stehend:

 

 

 

              Sehr ehrwürdiger Meister vom Stuhl,
              die versammelten Meister sind eingetreten.

 

 

 

Der Zweite Aufseher nimmt Platz.

 

 

 

MvSt.     Meine Brüder Aufseher!
              Helfen Sie mir, die feierliche Meisterloge

 

              der Fraternitas Saturni zu eröffnen!

 

 

 

1. + 2.A.Wir sind bereit.

 

 

 

MvSt.     Bruder Zweiter Aufseher, was ist Ihre Pflicht,
              bevor die Meisterloge eröffnet wird?

 

 

 

2. A.       Für die äußere Sicherheit zu sorgen und nachzusehen,
              ob die Uneingeweihten und Profanen entfernt sind und            die Loge gehörig gedeckt ist.

 

 

 

MvSt.     Verrichten Sie Ihr Amt, mein Bruder!

 

 

 

2. A.       Der Zweite Aufseher geht zur Tür, prüft ob sie verschlossen ist, zieht den Schlüssel ab, geht zum Altar, übergibt den Schlüssel dem Meister vom Stuhl, verneigt sich und spricht:

 

              Sehr ehrwürdiger Meister!
              Die Profanen sind entfernt. Die Loge ist gedeckt.                           Wir sind in Sicherheit.

 

 

 

Der Zweite Aufseher verneigt sich und nimmt Platz.

 

 

 

MvSt.     Bruder Erster Aufseher, was ist Ihre Pflicht?

 

 

 

1. A.       Für die innere Sicherheit zu sorgen und zu prüfen,
              ob wir alle Meister sind.

 

 

 

MvSt.     Walten Sie Ihres Amtes, mein Bruder!

 

 

 

1. A.            Der Erste Aufseher erhebt sich, wendet sich den Brüdern und Schwestern zu und spricht:
  

 

              Auf mich!

 

 

 

Alle Brüder und Schwestern sehen den Ersten Aufseher an und geben sitzend das Meisterzeichen.

 

 

 

                       Der Erste Aufseher wendet sich zum Meister vom Stuhl und spricht:

 

 

 

Sehr ehrwürdiger Meister!
Die versammelten Brüder und Schwestern haben sich als Meister zu erkennen gegeben.
Die Säule Boas ist unentweiht.

 

 

 

Der Erste Aufseher nimmt Platz.

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

 

 

MvSt.     Bruder Erster Aufseher, welche Zeit ist es?

 

 

 

1. A.       Es ist Mittag.

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl schlägt seine Kapuze zurück. Alle Anwesenden ebenso.

 

 

 

1. A.       In Ordnung, meine Brüder und Schwestern!

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

Räucherritual

 

 

 

1. A.       Sehr ehrwürdiger Meister,
              ich bitte die Räucherung zu sakralisieren.

 

 

 

2. A.       3 Glockenschläge

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl erhebt sich, beschickt die Räucherpfanne mit Räucherstoff, nimmt die Räucherpfanne, räuchert jeweils dreimal nach den vier Richtungen, im Norden beginnend. Dazu spricht er jeweils:

 

 

 

              In nomine Demiurgi Saturni!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl geht hinter den Altar, füllt Räucherstoff nach und spricht stehend:

 

 

 

              Bruder Erster Aufseher, Bruder Zweiter Aufseher,
              treten Sie vor den Altar!

 

 

 

Beide tun wie ihnen geheißen

 

 

 

              Der Meister vom Stuhl wendet sich dann den Würdenträgern zu und spricht:

 

 

 

              Sehr ehrwürdiger Bruder Großmeister,
              treten auch Sie vor den Altar!

 

 

 

Falls der Großmeister nicht anwesend ist, wird der ranghöchste Bruder oder die ranghöchste Schwester vor den Altar gebeten.

 

Der Großmeister tritt vor den Altar und stellt sich zwischen den Ersten und Zweiten Aufseher.

 

 

 

                        Der Meister vom Stuhl räuchert dreimal das Haupt des Großmeisters und spricht dazu die Worte:

 

 

 

              Thelema, der göttliche Wille sei mit dir!

 

 

 

Er räuchert dreimal das eigene Haupt und spricht dazu:

 

 

 

              Weisheit erleuchte mich!

 

 

 

 

 

Er räuchert dreimal das Haupt des Ersten Aufsehers und spricht dazu:

 

 

 

              Erkenntnis belebe dich!

 

 

 

Er räuchert dreimal das Haupt des Zweiten Aufsehers und spricht dazu:

 

 

 

              Bruderliebe führe dich!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl stellt die Räucherpfanne auf den Altar und spricht:

 

 

 

              Bruder Erster Aufseher, führen Sie unseren                                   ehrwürdigen Bruder Großmeister an seinen Platz                       zurück!

 

 

 

Sobald der Großmeister seinen Platz wieder eingenommen hat, geht der Erste Aufseher an seinen Platz vor dem Altar zurück. Auch der Meister vom Stuhl geht wieder an seinem Platz hinter dem Altar.

 

Beide Aufseher stehen nun links und rechts vor dem Altar, dem Meister vom Stuhl gegenüber.

 

Ritus Lucis

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl hebt die Hände empor und spricht andächtig

 

 

 

Heiliger Geist, der Du unerforschlich bist,
       der Du am Anfang alles Seienden warst,
       der Du in allen Geschöpfen der Welten wohnst

 

              und auch in mir bist,
              der Du überall im Kosmos schwingst,
              ich rufe Dich!
              Gib mir Licht!
              Im Namen derjenigen Kraft, die der Erde das Licht                 brachte, rufe ich: Es werde Licht!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl entzündet die mittlere weiße Kerze mit einem Fidibus und spricht dabei:

 

 

 

              Weisheit leite unseren Tempelbau!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl übergibt dann den brennenden Fidibus an den Ersten Aufseher.

 

 

 

1. A.           entzündet die rechte weiße Kerze und spricht dabei

 

 

 

              Erkenntnis helfe uns dabei!

 

 

 

Der Erste Aufseher übergibt den Fidibus dem Zweiten Aufseher und verneigt sich.

 

2. A.       entzündet die linke Kerze und spricht dabei:

 

 

 

              Bruderliebe führe uns!

 

 

 

Der Zweite Aufseher löscht den Fidibus und verneigt sich.

 

 

 

MvSt.     Es wurde Licht!
              Es ist erleuchtet!
              Wir sind im Hellen!
              Um uns ist Finsternis!

 

 

 

Die beiden Aufseher verneigen sich und gehen auf ihre Plätze zurück.

 

Sie nehmen Platz. Der Meister vom Stuhl bleibt stehen.

 

 

 

Institutio

 

 

 

MvSt.     öffnet den Schleier und spricht:

 

 

 

In nomine Demiurgi Saturni!
       Kraft meines Amtes und meiner Würde eröffne ich
       die feierliche Meisterloge der Fraternitas Saturni!

 

 

 

3 Hammerschläge

         Meine Brüder und Schwestern, erheben Sie sich!

 

 

 

Alle erheben sich.

 

 

 

Ich verkünde das Gesetz des Neuen Aeons:
„Tue was du willst“ ist das ganze Gesetz!
Und das Wort des Gesetzes ist „Thelema“.
Es gibt kein Gesetz über „Tue was du willst“.
             

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

 

 

1. A.       In Ordnung, meine Brüder und Schwestern!

 

 

 

Alle nehmen Platz.

 

 

 

2. A.       1 Gongschlag

 

Logenarbeit

 

 

 

 

 

Wenn eine Logenarbeit vorgesehen ist, eröffnet diese der Meister vom Stuhl mit drei Hammerschlägen und spricht:

 

 

 

MvSt.     Mit diesen drei Hammerschlägen eröffne ich die                             Logenarbeit.

 

 

 

Die Beendigung der Logenarbeit erfolgt ebenfalls durch drei Hammerschläge.

 

 

 

MvSt.     Mit diesen drei Hammerschlägen beende ich die                             Logenarbeit.

 

 

 

1. A.       In Ordnung, meine Brüder und Schwestern!

 

Rituale Conclusionis

 

 

 

2. A.       3 Glockenschläge

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl erhebt sich, breitet die Arme aus und spricht:

 

 

 

              Wir verbinden uns mit dem Namenlosen,
              das hinter allem steht, was war, was ist
              und was werden wird.

 

 

 

Er schlägt dabei mit drei gespreizten Fingern der linken Hand vor sich in der Luft das magische Symbol der Malkuth, dreimal mit Achsenpunkt.

 

 

 

                  Malkuthsymbol                2.A.       Gong
                  Malkuthsymbol                2.A.       Gong
                  Malkuthsymbol                2.A.       Gong

 

 

 

MvSt.     Wir schließen nun die Augen.
              Leer wird es in uns und in der Stille erlischt jedes Bild.

 

 

 

2. A.       3 leise Gongschläge

 

 

 

Stille

 

 

 

MvSt.     Aus dem Namenlosen formt sich der erste Name:

 

 

 

Nuit

 

 

 

2. A.       1 Gongschlag

 

 

 

1. A.       Wir grüßen Nuit, die ewige Mutter,
die Gottheit der Nacht,
die Herrin des Himmels.

 

 

 

2. A.       1 Gongschlag

 

 

 

 

 

              Mit ihr verbunden empfinden wir den tiefen Frieden der           ewigen Harmonie.

 

              1 Gongschlag

 

 

 

Stille

 

 

 

                  3Glockenschläge

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl tritt vor den Altar, entzündet den Fidibus an der mittleren Saturnkerze und mit diesem die Haditkerze. Er verneigt sich dreimal vor ihr, kehrt hinter den Altar zurück, breitet die Arme aus und ruft stehend:

 

 

 

IALLA

 

 

 

Der Meister vom Stuhl nimmt Platz und spricht:

 

 

 

Das Licht des Hadit, das Symbol der ewigen Zeugung erstrahlt! So wie der leuchtende Strahl die Tiefe des Raumes durchdringt, so werde es hell in uns!

 

 

 

1. A.       Aus dem Lichte erwachse uns die Kraft.

 

 

 

2. A.       Sie wirke im Willen zu rechtem Tun.

 

 

 

MvSt.     Dreifach sei des Lichtes Wirkung.

 

 

 

1. A.       Es wirke im Geiste.

 

 

 

2. A.       Es wirke im Herzen.

 

 

 

MvSt.     Es wirke in der Tat.

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

 

 

MvSt.                   RA HOOR KHUIT

 

 

 

Stille

 

2. A.           3 Glockenschläge

 

 

 

Invocatio Magica

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl erhebt sich, breitet die Arme aus und spricht:

 

 

 

Sanctus Saturnus!
Großer Baumeister der sichtbaren und unsichtbaren Welt!
Audi meas preces cum fletibus!

Sanctus Saturnus!
Großer Geist der Weisheit und des Wissens,
den wir in uns tragen!
Illumina nos!
      
Sanctus Saturnus!
Erhalter und Ernährer allen Seins,
Dona nobis vitam!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl entfernt die Tücher über dem Kelch mit dem Wein und der Schale mit dem Brot.

 

 

 

              Gieße die Kraft der Weisheit und des Lebens
              auf uns aus, da wir rituell danach verlangen!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl lädt Wein und Brot mit saturnaler Kraft, indem er dreimal das Saturnsigill darüber zieht. Danach bedeckt er Kelch und Schale wieder mit den weißen Tüchern.

 

 

 

2. A.       3 Glockenschläge

 

 

 

MvSt.     Wir verneigen uns in Ehrfurcht vor Dir.

 

 

 

Alle erheben und  verneigen sich.

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

 

 

1. A.       In Ordnung, meine Brüder und Schwestern!

 

 

 

Alle, auch der Meister vom Stuhl, setzen sich.

 

 

 

 

 

2. A.       3 Glockenschläge

 

 

 

MvSt.     Hört mich, Ihr von denen wir gelernt haben,
die Ihr Meister seid und wisset!

 

 

 

Hermes Trismegistos

Krischna

Orpheus

Dionysos

Hiram der Baumeister

Elias

Henoch

Melchisedek

Moses

Salomo

Aaron

Zarathustra

Lao Tse

Platon

Pythagoras

Buddha Sakyamuni

Padmasambhava

Apollonius von Tyana

Rabbi Jeheshua ben Pantera

Simon Magus

Basilides

Valentinus

Shuriak Mani

Merlin Ambrosius

Albertus Magnus

Mose ben Maimon

Jehuda Löw ben Bezaleel

Roger Bacon

Jacques de Molay

Christian Rosenkreutz

Basilius Valentinus

Cornelius Agrippa von Nettesheim

Paracelsus

Dr. John Dee

Michael Maier

Robert Fludd

Jakob Böhme

Johann Valentin Andreae

Elias Ashmole

Comte Saint Germain

Emanuel Swedenborg

Graf Cagliostro

Louis-Claude de Saint Martin

Eliphas Lévi Zahed

Pascal Beverly Randolph

Gregor Iwanowitsch Gurdiew

William Wynn Westcott

Samuel Liddel Mathers

Meister Therion

und Meister Gregor A. Gregorius

 

 

 

 

              Leiht mir Eure Macht!
              Hört mich, Ihr meine Brüder und Schwestern im Licht,            die Ihr gewaltige Fürsten seid in den sieben Reichen!
              Gebt mir von Eurer Gewalt!

 

             

 

Und ich rufe Euch, Ihr Herren der Elemente!

 

       Im Namen von Tetragrammaton, dient mir mit all Eurer    Kraft. Dein Segen, Sanctus Saturnus, sei über mir und           allen Meistern hier!

 

 

 

Hagios    Hagios    Hagios
HE         HO         HU         HA

 

             

 

Ich will und befehle, dass alle Macht, die im Raume         verteilt ist, mich stärke und mir helfe, und dass alle              Gewalt mich stärke und mir helfe, und jegliche Kraft mir diene zur heiligen Communio!

 

 

 

AUM

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

 

 

Credo

 

 

 

MvSt.     Erheben Sie sich, meine Brüder und Schwestern!
              Sprechen Sie mit mir das Credo.

 

 

 

Der Meister vom Stuhl erhebt sich und die versammelten Brüder und Schwestern ebenso. Alle sprechen gemeinsam das Credo:

 

 

 

              Wir glauben an das Gesetz von Liebe, Licht,
              Leben, Freiheit.
              Das Wort des göttlichen Willens in uns ist Thelema.

 

 

 

              Wir glauben, dass das materielle Brot und der Wein,
              die wir genießen, in uns verwandelt werden
              zu geistiger Substanz.

 

 

 

Wir glauben an das Wunder der Wandlung in uns
vom niederen zum höheren Menschen
durch die Befolgung des Gesetzes.

 

 

 

Dadurch erkennen wir unser Leben als ein ewiges
heiliges Gesetz,
das war, das ist und immer sein wird.

 

                         

 

OM

 

Communio

 

 

 

MvSt.        entfernt die Tücher von Kelch und Schale, hält die Hände segnend über beide Sakramente und spricht die Weiheformel:

 

 

 

              Touto esti to soma mou. ("Dies ist mein Leib")
              Touto esti to poterion tou haimatos mou.
              ("Dies ist der Kelch mit meinem Blut")

 

                       er beugt sich vor, haucht auf die Sakramente und spricht;

 

              Touto esti to sperma mou. ("Dies ist mein Same")

 

 

 

2. A.       3-mal 3 Glockenschläge

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl spricht an die Brüder und Schwestern gerichtet:

 

 

 

              Wir grüßen nun den Herrn und Alleserzeuger
              und verneigen uns in Ehrfurcht.

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl hebt Kelch mit Wein und Schale mit Brot gleichzeitig empor, den Kelch in der linken Hand, die Schale in der rechten Hand und spricht dazu:

 

 

 

Chaire Kyrie Pangenetor!
       Chaire Kyrie Pangenetor!
       Chaire Kyrie Pangenetor!

 

 

 

Alle Brüder und Schwestern verneigen sich bei jedem Chaire

 

 

 

Der Meister vom Stuhl stellt Wein und Brot ab.

 

 

 

2. A.       3-mal 3 Glockenschläge

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl nimmt den Kelch in Brusthöhe, verneigt sich, trinkt aus dem Kelch und stellt ihn wieder ab. Danach nimmt er den Teller in Brusthöhe, verneigt sich und isst ein Stück Brot.
Dann nimmt er den Kelch in die linke und die Schale in die rechte Hand, geht er vor den Altar, wendet sich zu den Brüdern und Schwestern und spricht:

 

 

 

              Tretet heran, meine Brüder und Schwestern!

 

 

 

Die Brüder und Schwestern treten vor den Altar.

 

 

 

 

 

MvSt.     Der Somatrank ist das Sinnbild, dass alles Irdische, alle Verfehlungen und die Erinnerungen an das Vergangene abgestreift sind!

Das Brot ist das Sinnbild, dass alles Irdische verwandelt wird in Geist und Bewusstsein und auf ewig besteht.

 

 

 

Der Meister vom Stuhl geht von einem zum anderen, jedem einen Schluck Wein aus dem Kelch und ein Stück Brot von der Schale bietend. und spricht jedes Mal dazu:

 

 

 

              Der Ewige und Eine segne Dich!
              Er vermehre Deine Kraft!
              Er vertiefe Deine Weisheit!
              Er entzünde Deine Liebe!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl geht danach hinter den Altar zurück, stellt den Kelch und die Schale auf dem Altar ab und spricht:

 

 

 

              Möge Euer Licht den Lebenden leuchten und möget Ihr           ein Stern der Verheißung sein, wenn das Ende naht!
              Gehet hin in Frieden!

 

 

 

Die Brüder und Schwestern gehen zu ihren Plätzen zurück           

 

 

 

Der Meister vom Stuhl wendet sich wieder den Brüdern und Schwestern zu und kreuzt die Arme über der Brust.

 

 

 

1. A.       In Ordnung, meine Brüder und Schwestern!

 

 

 

Alle Brüder und Schwestern nehmen wieder Platz.

 

 

 

2. A.       3 Glockenschläge

 

 

 

MvSt.     erhebt sich, löscht die Hadit-Kerze und nimmt wieder Platz.

 

 

 

2. A.       1 Gongschlag

 

 

 

Benedictio

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl erhebt sich und geht zur Mitte des Raumes.
Er wendet sich nach Osten, verneigt sich, streckt beide Arme schräg aufwärts nach vorn, die Handflächen nach oben und spricht:

 

              Sanctus Saturnus,
              gib meinen Händen die Kraft zu segnen!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl dreht die Handflächen nach vorn und spricht:

 

 

 

Ich sende meinen Segen nach Osten, in das aufsteigende Licht, Euch, Ihr Meister und Euch, Ihr Herren der Elemente, die Ihr mir beigestanden habt. Euer Bruder grüßt, dankt und segnet Euch!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl zieht ein gleichschenkliges Kreuz und verbeugt sich.
Danach wendet er sich nach Süden, verneigt sich, streckt beide Arme schräg aufwärts nach vorn, die Handflächen nach oben und spricht:

 

 

 

              Sanctus Saturnus,
              gib meinen Händen die Kraft zu segnen!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl dreht die Handflächen nach vorn und spricht:

 

 

 

Ich sende meinen Segen nach Süden, Euch, meine Brüder und Schwestern im Licht, die Ihr mir geholfen habt. Euer Bruder grüßt, dankt und segnet Euch!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl zieht ein gleichschenkliges Kreuz und verbeugt sich.
Danach wendet er sich nach Westen, verneigt sich, streckt beide Arme schräg aufwärts nach vorn, die Handflächen nach oben und spricht:

 

 

 

              Sanctus Saturnus,
              gib meinen Händen die Kraft zu segnen!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl dreht die Handflächen nach vorn und spricht:

 

 

 

Ich sende meinen Segen nach Westen.
Es sollen alle gesegnet sein, die mir nachfolgen.
Ich will Euch soviel Macht und Gewalt übertragen,
wie Euer guter Wille verdient!

 

Euch aber, die Ihr Euch gegen uns wendet, will ich auch das letzte Licht nehmen.

 

(Der letzte Satz muss nicht gesprochen werden. Er kann bei Bedarf hinzugefügt werden.)
 

 

Der Meister vom Stuhl zieht ein gleichschenkliges Kreuz und verbeugt sich.
Danach wendet er sich nach Norden, verneigt sich, streckt beide Arme schräg aufwärts nach vorn, die Handflächen nach oben und spricht:

 

 

 

              Sanctus Saturnus,
              gib meinen Händen die Kraft zu segnen!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl dreht die Handflächen nach vorn und spricht:

 

 

 

              Ich sende meinen Segen nach Norden,
              in das Dunkle, in das Leere.

 

 

 

Der Meister vom Stuhl zieht ein gleichschenkliges Kreuz, verbeugt sich und spricht danach:

 

 

 

Möge Dein Wille geschehen, Ewiger, der auch der meine ist.
Möge die Stimme der Stille mich beraten.
Möge Deine Macht, Dein Glanz und Deine Herrlichkeit
im Dunkel von Raum und Zeit vollenden,
was kein Sterblicher vermag, sondern nur Du allein,
Aeternus Saturnus!

 

AUM             AUM             AUM

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

 

 

MvSt.        Der Meister vom Stuhl kreuzt die Arme über der Brust, verneigt sich, geht wieder hinter den Altar und spricht stehend:

 

 

 

Erheben Sie sich, meine Brüder und Schwestern, kreuzen Sie die Arme über der Brust, senken Sie das Haupt und empfangen Sie den Segen Saturns:

 

                 

 

                  Der Meister vom Stuhl breitet segnend die Arme aus und spricht:

 

 

 

              Benedicat nos Sanctus Saturnus
              et donet nobis pacem!

 

 

 

Der Meister vom Stuhl zieht ein gleichschenkliges Kreuz.

 

 

 

1. A.       In Ordnung, meine Brüder und Schwestern!

 

 

 

2. A.       3 Gongschläge

 

 

 

MvSt.     Bruder Erster Aufseher, welche Zeit ist es?

 

 

 

1. A.      Meta est!
              Das Werk ist vollbracht!

 

 

 

MvSt.     Erheben Sie sich, meine Brüder und Schwestern!

 

 

 

Alle erheben sich.

 

 

 

Ich verkünde das Gesetz:
Liebe ist das Gesetz!
Liebe unter Willen!
Mitleidlose Liebe!

 

                 

 

              AUM

 

                 

 

              Die Meisterloge ist geschlossen.

 

 

 

3 Hammerschläge.

 

 

 

Der Meister vom Stuhl schließt den Schleier.

 

 

 

2.A.        Musik

 

 

 

Der Zweite Aufseher öffnet die Tempelpforte.

 

 

 

Die Brüder und Schwestern treten einzeln vor den Altar, verneigen sich und verlassen den Tempel. Gebrechliche Brüder und Schwestern werden vom Zweiten Aufseher hinausgeleitet.

 

Danach verneigen sich die Beamten gemeinsam vor dem Altar.

 

Zum Schluss löscht der Meister vom Stuhl die Kerzen in umgekehrter Reihenfolge.