Ritter vom Orden des Rosenkreuzes

VORBEREITUNG

 

 

 

 

 

Altar:

 

 

  • Kreuz mit Rose
  • Schädel, verdeckt mit einem schwarzen Seidentuch und mit einem Kreuz versehen
  • siebenarmiger Leuchter mit weißen Kerzen
  • drei große Kerzenständer mit roten Kerzen
  • Schwert
  • Altartuch rot
  • Rituale
  • Wein
  • Brot
  • Rauchwerk
  • Salbungsöl

 

 

 

Schwarz-weiße Flagge über dem Altar und Platz des Ritters der Synthese im Norden

(Komtur)

 

 

Kleiner  Tisch  im  Nordwesten  für  den  Platz  des  Ritters  der  Antithese  im Südwesten

(2. Aufseher)

 

 

Kleiner Tisch für den Ritter der These im Südosten (1. Aufseher)

 

 

Jeder der Ritter trägt (so er besitzt) ein Schwert, Tunika und Kettenhaube.

 

ERLEUCHTEN DES TEMPELS

 

 

 

Unter Vorantritt des Komturs begeben sich der 1. und 2. Aufseher in den Tempel. Initiierte Brüder Ritter folgen und stellen sich im Spalier im Westen und im Osten auf.

 

1.A.:

 

" NUIT " entzündet seine Kerze

 

2.A.:

 

" HADIT " entzündet seine Kerze

 

 

Komtur:

 

 

" RA HOOR KUIT " entzündet seine Kerze.

 

 

 

Alle Ritter verbeugen sich gegen Norden.

 

 

 

Lasst uns gemeinsam die sieben geheimen Lichter entzünden. Unser Tempel erstrahlt im Lichte des Allmächtigen.

Um uns ist Finsternis.

 

AUFNAHME

 

 

 

Komtur:

Ritter der Antithese, was ist der Grund unserer Zusammenkunft?

 

 

2.A.:

 

 

 

Ein Mensch der es Wert ist, wartet darauf in unsere Reihe aufgenommen zu werden und mit all seiner Kraft unsere Arbeit zu fördern, sich  in unseren ehrwürdigen Orden einzubringen und sich zu bemühen ein vollkommener Ritter vom Rosenkreuz zu werden.

 

 

Komtur:

Bruder Ritter der These, wodurch zeichnet sich sein Wert aus?

 

 

1.A:

 

 

 

Durch seine Sehnsucht und den Glauben an die höheren Ziele die der Mensch erreichen sollte, um dem Allmächtigen - in uns - näher zu kommen!

 

 

Komtur:

Bruder Ritter der Antithese, was zeichnet ihn noch aus?

 

 

2.A.:

 

 

 

Seine Schwächen!

 

 

Komtur:

So soll es denn sein! Führt den Neophyten in den Tempel.

 

 

 

Der 2. und der 1. Aufseher führen der Neophyten in den Tempel und stellen ihn inmitten der drei Lichter.

 

 

Alle  anwesenden  Ritter  zeigen  mit  der  Spitze  ihrer  Schwerter  auf  den Neophyten

 

 

Musik

 

Komtur:

Bist  Du  gewillt  in  unsere  Reihen  zu  treten  und  mit  dem Schwert  die Sehnsucht, den Glauben und die Hoffnung deiner Brüder zu verteidigen? In mitleidloser Liebe den Armen und Schwachen zur Seite zu stehen? Hilfe zu leisten wo es Not tut und es in Deiner Möglichkeit steht? Deinen Brüdern und all jene die deine Hilfe benötigen und dich darum bitten, um dem großen Ziel näher zu kommen, zu unterstützen? Bist du gewillt mit dem Schwert deine eigenen Unzulänglichkeiten zu bekämpfen und dich zu bemühen ein vornehmer Mensch zu werden? Bist du bereit die wahre Ritterschaft der inneren Reife zu erkennen und zu leben?

 

 

Wenn der Kandidat mit „ja“ antwortet:

 

 

Dann lass Dich führen.

 

 

Alle anwesenden Ritter salutieren mit dem Schwert

 

 

Komtur:

Früher  war  es  üblich,  dass  der  werdende  Ritter  in  einer  Kapelle  die Nachtwache erlebt.

Symbolisch für diese Nachtwache lassen wir dich nun eine Zeit mit Dir und dem Allmächtigen allein.

Deinen inneren Weg musst du alleine gehen, so wie du dein großes Werk nur alleine vollenden kannst - im Namen des Allmächtigen.

 

 

So knie nieder und sammle dich.

 

 

Lass die Stimme der Stille dein Berater sein… (Pause) Fege hinweg die Stimme der Worte in Dir… (Pause)

Lass die Gedanken ziehen wie die Winde, denn sie sind nichts… (Pause)

 

 

Die Stille allein, ist dein Wegbegleiter zur Erkenntnis, zur Wahrheit und Wahrhaftigkeit! … (Pause)

 

 

Meine Brüder Ritter, folgt mir im geordneten Zug aus dem Tempel.

 

 

33 Minuten verharrt der Neophyt im Tempel.

 

Im geordneten Zug ziehen die Brüder Ritter in den Tempel.

 

 

Komtur:

Erhebe Dich im Namen des Allmächtigen.

 

 

Hat die Stimme der Stille dein Gehör gefunden?          (Antwort) Bist Du bereit weiter zu gehen?                                   (Antwort) Dann sprich mir das Gelöbnis nach:

Bei meiner Ehre gelobe ich:

Mit dem Schwert das Unrecht zu bekämpfen, wo es sich zeigt.

Mit dem Schwert meine Brüder und Schwestern in der Not zu verteidigen. Meinen Brüder und Schwestern mit Rat und Tat beiseite zu stehen, so sie darum bitten.

Stetig an meiner geistigen Entwicklung zu arbeiten. Die Bruderschaft zu mehren, in Wissen und in Ehren. Die Geheimnisse der Bruderschaft zu wahren.

So möge der Allmächtige mir helfen.

 

 

Knie erneut nieder und empfange die Salbung, die Handauflegung und den Ritterschlag.

 

 

Alle anwesenden Ritter bilden ein Dach aus Stahl.

 

 

Salbung - Handauflegung - Ritterschlag

 

 

(linke Schulter)       Hiermit erkenne ich dich, … (rechte Schulter)                                  bestätige dich…

(Kopf)                      und  schlage  dich  im  Namen  des  Allmächtigen  zum Ritter des Rosenkreuzes.

 

 

Meine Brüder, begrüßt unser neues Mitglied mit dem Bruderkuss.

 

 

Übermittlung von Zeichen, Wort und Griff.

 

 

Komtur:

Setzt euch, meine Brüder.

 

MEDITATION

 

 

 

Komtur:

Im  Namen  des  Allmächtigen  und  im  Namen  unserer  altehrwürdigen Bruderschaft, eröffne ich hiermit das Konzil der Ritter vom Rosenkreuz. Ritter der These, begleite nun die Brüder hin zur Halle der Ahnen.

 

 

1.A.:

 

 

 

Meine Brüder schließt eure Augen und entspannt euch ganz. Atmet ruhig und gleichmäßig, im Schlag der Gongtöne.

 

 

Mit  jedem  Atemzug,  vertieft  ihr  eure  Stille,  vermehrt  eure  Kraft  und speichert sie in eurem Körper.

 

 

Mit jedem Atemzug werdet ihr schwerer, immer schwerer. Wir atmen ein und aus (7 mal)

 

2.A.:

 

 

 

Schlägt dabei 7-mal den Gong, bei jedem Einatmen und Ausatmen.

 

 

 

1.A.:

 

 

 

Ich bin ganz ruhig, mein Atem geht ruhig und gleichmäßig, mein Körper wird schwerer, immer schwerer.

 

 

Mein Herz schlägt gleichmäßig und ruhig.

 

 

Wir merken wie violettes Licht warm in unserem Körper strömt. Durch das Scheitelchakra entströmt uns langsam, ganz langsam violettes Licht.

 

 

Das violette Licht durchflutet langsam unseren Körper.

 

 

Das violette Licht flutet ganz langsam und stetig aus uns heraus und füllt den ganzen Tempel.

 

 

Um uns und in uns ist violettes Licht.

 

1.A.:

 

 

 

Wir  sind  eingetaucht  in  violettes  Licht.  Wir  atmen  das  violette  Licht gleichmäßig ein und aus.

 

 

Wir stellen uns vor, wie wir uns in der heiligen Halle unserer Ahnen gemeinsam treffen.

 

 

Unendlich groß … (Pause) … ist die Halle unserer Vorfahren. Wir schauen uns um.

Wir treten in die Kette mit all unseren Vorfahren, all unseren Vorbildern, Leitbildern und Brüdern Ritter. Wir werden mit ihnen eins… (Pause)

 

 

Wir schauen uns um.

 

 

Die Kraft der Kette durchflutet uns und stärkt uns.

 

 

Die Kraft der Kette gibt uns Ruhe, Sicherheit und Zuversicht. Wir schauen uns um.

Wir  trennen  die  Kette  der  Hände  und  bleiben  verbunden  in  Liebe, Achtung und Harmonie.

 

 

Wir verweilen im brüderlichen Gespräch, in der Halle unserer Ahnen.

 

 

… (große Pause) …

 

 

Wir verabschieden uns langsam von unseren Ahnen, unseren Vorbildern, Leitbildern und Brüdern.

 

 

Frisch, wach, klar und gestärkt kehren wir wieder zurück in das Hier und Jetzt!

 

 

 

2.A.:

 

 

 

3x Glocke

 

 

 

1.A.:

 

 

 

Wir öffnen unsere Augen.

 

ANRUFUNG DER ELEMENTE

 

 

 

Komtur:

Lasst uns den Elementen ein Räucheropfer darbringen, denn sie sind die Mauern unseres Tempels. Erhebt euch meine Brüder!

 

 

bestückt mit der Räucherung  schwenkt der Komtur  die Räucherpfanne gegen die Himmelsrichtungen und spricht:

 

 

Im Namen des Allmächtigen sende ich meinen Segen nach Osten. Zu euch ihr Wesenheiten der Luft. Euer Bruder ruft, dankt und segnet euch. Nehmt dieses Opfer an.

Gebt uns Schutz, Kraft und Weisheit.

 

 

Im Namen des Allmächtigen sende ich meinen Segen nach Süden. Zu euch ihr Wesenheiten des Feuers. Euer Bruder ruft, dankt und  segnet euch. Nehmt dieses Opfer an.

Gebt uns Schutz, Kraft und Weisheit.

 

 

Im Namen des Allmächtigen sende ich meinen Segen nach Westen. Zu euch ihr Wesenheiten des Wassers. Euer Bruder ruft, dankt und segnet euch. Nehmt dieses Opfer an.

Gebt uns Schutz, Kraft und Weisheit.

 

 

Im Namen des Allmächtigen sende ich meinen Segen nach Norden. Zu euch ihr Wesenheiten der Erde. Euer Bruder ruft, dankt und segnet euch. Nehmt dieses Opfer an.

Gebt uns Schutz, Kraft und Weisheit.

 

 

2.A.:

 

 

 

3x Gong

 

Wir setzen uns!

Bruder   Ritter   der   These,   was   macht   uns   zu   wahren   Rittern   des Rosenkreuzes?

 

 

1.A.:

 

 

 

Unsere Sehnsucht, unser Glaube, Wissen und unsere Taten

 

 

Komtur:

Bruder Ritter der Antithese, was steht uns dabei im Weg?

 

 

2.A.:

 

 

 

Unsere Menschlichkeit?

 

 

Komtur:

Unsere Menschlichkeit ist unserer Schwäche und Stärke zugleich. Durch unsere Fehler lernen wir und mit unserer ungebrochenen Sehnsucht nach Reife stärken wir unseren Glauben und unser Wissen.

 

 

2.A.:

 

 

 

3x Gong

 

 

Komtur:

Meine Brüder Ritter, wie erreichen wir unser Ziel?

 

 

1.A.:

 

 

 

Durch die These!

 

 

 

2.A.:

 

 

 

Durch die Antithese!

 

 

Komtur:

Und durch die Synthese werden wir unser Werk vollenden!

 

 

2.A.:

 

 

 

3x Glocke

 

Lasst uns still im Gebet darum bitten. So richtet ein jeder zu seinem Gott aus reinsten Herzen die Bitte um Vervollkommnung.

 

 

(Pause)

 

 

2.A.:

 

 

 

3x Glocke

 

 

Komtur:

Bruder Ritter der These wofür steht das Rosenkreuz?

 

 

1.A.:

 

 

 

Für  die  Liebe  und  die  Sehnsucht  sich  mit  dem  Göttlichen  in  uns  zu verbinden.

 

 

Komtur:

Bruder Ritter der Antithese, wofür brauchen wir die Schwerter?

 

 

2.A.:

 

 

 

Für den Kampf.

 

 

Komtur:

Welchen Kampf ?

 

 

2.A.:

 

 

 

Je heller das Licht leuchtet, desto tiefer ist der Abgrund der beleuchtet wird! Je weiter der Mensch schauen kann, desto kleiner wird er.

Das Schwert hilft uns die Gefahren zu durchstehen und indem es uns Halt gibt in unseren Meditationen, gibt es uns Sicherheit von Innen heraus.

So können wir erfolgreich den Kampf führen, gegen die Feinde in uns und um uns.

 

 

Komtur:

Bruder Ritter der These, was lernen wir daraus?

 

1.A.:

 

 

 

Die Bescheidenheit, die Demut und die Erkenntnis, dass der vornehme Ritter nicht des Glanzes bedarf, sondern allein der stillen tiefen Sehnsucht nach der Vereinigung mit dem Göttlichen in uns und dem ungebrochenen Bemühen um die Vervollkommnung, der ewigen Suche nach Wissen und Erkenntnis und deren Verwirklichung.

 

 

Komtur:

Bruder Ritter der These, wofür steht das Kreuz?

 

 

1.A.:

 

 

 

Es ist das älteste Symbol der Weisheit.

 

 

Komtur:

Ritter der Antithese, wozu gebrauchen wir dieses Symbol?

 

 

2.A.:

 

 

 

Es ist der älteste Schlüssel zur Erkenntnis.

 

 

Komtur:

So  lasst  uns  dieses  Symbol  und  den  Schlüssel  im  täglichen  Leben anwenden.

 

EUCHARISTIE

 

 

 

Komtur:

Stärken wir uns nun durch die heilige Kommunio, um Kraft und Weisheit durch den Allmächtigen und unsere Ahnen zu empfangen.

 

 

2.A.:

 

 

 

7x Gong (kräftig)

 

 

Komtur:

Tritt mit dem Wein vor den Altar und deckt den verhüllten Schädel auf und spricht:

 

 

Wir  erheben  uns.  Dieser  Schädel  steht  sinnbildlich  für  alle  unsere Verwandten und Ahnen bis zum ersten Aller.

 

 

Lasst uns den Wein in das Blut verwandeln, welches die Weisheit in sich trägt.

 

 

Lasst uns den Wein in das Blut der Göttin und des Gottes verwandeln. Lasst uns das Brot in den Leib verwandeln, welcher die Kraft in sich trägt. Lasst uns das Brot in den Leib der Göttin und des Gottes verwandeln.

 

2.A.:

 

 

 

7x Gong

 

 

Komtur:

Nimmt die Calvaria, füllt den Wein ein und imaginiert wie das Blut der Göttin und des Gottes in den Wein fließt. Entsprechendes für das Brot. Dann zieht er die Sigille des Saturn darüber.

Er hebt beides hoch und spricht:

 

 

CHAIRE KYRIE PANGENETOR (3x)

 

 

(Imaginert wie die göttliche Kraft in den Wein und das Brot fließt.)

 

 

Tretet heran meine Brüder Ritter, lasst uns nach dem alten Brauch der Ritterschaft stärken und das Opfer vollbringen.

 

 

Um uns zu stärken, um uns zu wandeln und um in uns die Weisheit zu vermehren, trinken wir das Blut welches das Blut der Göttin und des Gottes ist und essen das Brot, welches der Leib der Göttin und des Gottes ist.

 

 

(geschieht)

 

 

2.A.:

 

 

 

7x Gong

 

 

Komtur:

Stellt die Calvaria wieder auf den Schädel, verhüllt ihn und verbeugt sich.

 

 

Lasst uns still im Gebet danken. (Pause)

 

2.A.:

 

 

 

3x Glocke

 

 

 

1.A.:

 

 

 

Meine Brüder Ritter, lasst uns in die Kette treten.

 

 

(geschieht)

 

 

Schließt die Augen und lasst den Kraftstrom der Bruderschaft, aller Ahnen und aller Leitbilder, im Lauf der Sonne in unsere Kette einfließen und unsere Kette mit deren Kraft durchfluten um anschließend spiralförmig in die Unendlichkeit des Alls zu steigen.

(geschieht)

 

ENTLASSUNG

 

 

 

Komtur:

Lasst uns die Elemente verabschieden

 

 

Allmächtiger gib meinen Händen die Kraft zu segnen.

Ich sende meinen Segen nach Osten Süden, Westen und Norden, nach Oben Unten und nach Innen (dreht sich entsprechend) zu euch Ihr Wesenheiten alle, euer Bruder dankt und segnet euch. Gehet hin in Frieden.

 

 

löscht still den siebenarmigen Leuchter, verbeugt sich und tritt mit dem 1. und 2.A an die Kerzen, welche in umgekehrter Reihenfolge still gelöscht werden.

 

 

Komtur:

Im    Namen des Allmächtigen, schweigt, verbeugt euch vor der Transzendenz und gehet in Frieden.

 

 

Der Ritus ist beendet.

 

 

Musik