Ritus Templarii Initiationis Albi

Ritus Templarii Initiationis Albi
gegeben anno 2007
zum Gedenken an den 13.Oktober 1307
Ritus Templarii Initiationis Albi
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Präparatio
M.v.St. 1
2.A. 2 Tapis 3 1.A. 4
Z.M. 5
1 Weiße Robe, Templer-Waffenrock, Gürtel mit Schwerthalter und Schwert
Dreiflammiger Leuchter mit weißen Kerzen
Ritualbuch
Rotes Samtkissen mit Reif
2 Schwarze Robe, Templer-Waffenrock, Gürtel mit Schwerthalter und Schwert
Dreiflammiger Leuchter mit weißen Kerzen
Ritualbuch, ein Feuerzeug
3 Templerfahne, an den Ecken stehen 4 Leuchter mit weißen Kerzen, später wird auch noch ein rotes
Tischchen in die Mitte des Tapis gestellt
4 Schwarze Robe, Templer-Waffenrock, Gürtel mit Schwerthalter und Schwert
Dreiflammiger Leuchter mit weißen Kerzen
Ritualbuch, ein Feuerzeug
5 Schwarze Robe ohne Gradabzeichen, schwarze Kordel, Schwert, im Idealfall schwarze Gesichtsmaske
Dreiflammiger Leuchter mit weißen Kerzen
Ritualbuch, ein Feuerzeug
Räucherpfanne mit Holzkohle und Räucherstoffen
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Dieses Ritual wird im Idealfall mit acht – anstelle von vier – Beamten durchgeführt.
Die vier zusätzlichen Beamten haben die Funktion von Sehern. Sie
werden im Raum an den Spitzen der Kolonnen positioniert, somit sitzen sie
versetzt zwischen den anderen vier Beamten.
Ihre Aufgabe besteht darin, das Ritual möglichst genau zu beobachten, da die
vier anderen Beamten mit der Durchführung beschäftigt sind und wenig Gelegenheit
haben, seherisch tätig zu sein. Nach der Arbeit soll eine gemeinsame
Besprechung der acht Beamten stattfinden, in der es vor allem um ein Feedback
der Seher geht.
Die anwesenden Beamten sammeln sich. Dann werden folgende Vorbereitungen durchgeführt:
- Magisches Öffnen des Raumes
- Entzünden der zwölf Lichter auf den Altartischen „In nomine Spiritu Sancti“ durch den
ZM
- Der Tapis ist offen, die Beamten versammeln sich um ihn mit gezogenen Schwertern und
fokussieren gemeinsam den weißen Aspekt des Templer-Kraftfeldes
1.+2.A. stehen mit gezogenen Schwertern Spalier (das Schwert wird mit der Spitze
nach oben senkrecht gehalten, die Faust liegt dabei direkt über dem Bauchnabel),
durch das die Geschwister eintreten werden
ZM auf einen Wink des MvSt. schlägt der ZM mit seinem Schwert 3 mal gegen
die Tempeltür und spricht:
In Nomine Spiritu Sancti! Tretet ein!
Die Brüder und Schwestern betreten einzeln (nicht in der Haltung des auferstandenen
Osiris) den Tempel. Die Häupter sind – wie bei den Beamten
(außer ZM) – nicht bedeckt.
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Die Eingetretenen verneigen sich vor dem Tapis und gehen im rechten
Winkel schweigend auf Ihre Plätze.
ZM schließt die Tür und setzt sich leise auf seinen Platz.
1.+2.A. gehen nebeneinander – weiterhin mit gezogenen Schwertern – bis vor den
Tapis (militärisch, nicht leise). Dort stecken sie ihre Schwerter in die
Scheiden, schlagen mit der rechten Faust auf ihre linke Brust in Herzhöhe,
deuten mit dem Kopf eine Verbeugung an und gehen auf Ihren Platz.
ZM Achtung!
Alle Anwesenden nehmen den Herrschersitz ein.
MvSt Ich befehle Schweigen und Andacht!
Drei Schläge mit dem Schwertgriff, wobei das Schwert an der Klinge
gehalten wird.
> Stille <
MvSt Erhebt sich, öffnet den Schleier. Daraufhin geht er mit gezogenem Schwert
zum Tapis.
1.+2.A., ZM Erheben sich und gehen mit gezogenem Schwert zeitgleich mit dem MvSt.
zum Tapis. Dort stehen nun alle vier jeder an seiner Seite des Tapis – die
Schwerter werden nach oben gehalten, die Energie wird heruntergezogen,
indem die Schwerter jetzt nach unten geführt werden. Dann spricht der
MvSt Lux albus eternus penetrat templum nostrum!
MvSt, 1.+2. A. begeben sich auf ihre Plätze
ZM Geht mit erhobenem Schwert im Sonnenlauf an allen Teilnehmern vorbei
(Energieprojektion auf sie) - danach nimmt auch er Platz.
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MvSt Bruder Zeremonienmeister, vollziehen Sie die
Räucherung!
ZM Erhebt sich und vollzieht die Räucherung – im Sonnenlauf an den
Teilnehmern vorbei – mit den Worten
Ordo militia templi est pater ordinis nostris!
Danach nimmt er Platz.
> Kurze Stille <
2.A. Der Geschichten um die Gründung des Templerordens
sind viele. Die Legenden ranken sich um ihn und datieren
ihn bis in die frühesten Zeiten.
1.A. 1118 n. Chr. Gründung der Armen Ritterschaft Christi
vom salomonischen Tempel. Der Name rührt her von
ihrem Hauptquartier auf dem Tempelberg in Jerusalem.
2.A. Neun sollen es gewesen sein.
Aber waren es tatsächlich nur einfache Ritter oder doch
Vertreter eines älteren Ordens?
1.A. Hugo de Payens gründet zusammen mit acht Anderen
den Orden und verbindet mönchische Tugenden mit den
Idealen des Rittertums. Sein Motto lautet: „Nicht uns, o
Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre!“
MvSt Templer, erinnere Dich!
Ein Schlag mit dem Schwertgriff, wobei es an der Klinge gehalten wird.
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2.A. Welche Aufgabe hatten die Templer? Welche Geheimnisse
fanden sie in Jerusalem?
MvSt Templer, erinnere Dich!
Ein Schwertschlag.
1.A. Dem Schutz der Pilger hatten sie sich verschworen. Und
dem Dienst an Gott. Dafür legten sie die mönchischen
Gelübde ab.
2.A. Und doch war es nicht der Gott der katholischen Kirche.
Tiefer und intensiver war ihre Verbindung zu Christus.
1.A. 1128 werden sie auf dem Konzil von Troyes von weltlicher
und kirchlicher Autorität anerkannt, nachdem sich
Hugo de Champagne und Bernhard von Clairvaux für sie
einsetzten.
2.A. Und der Aufschwung ging weiter. Aus neun armen
Rittern sollte der gewaltigste Orden des Mittelalters
werden. Warum?
1.A. 1139 Exemtion der Templer, womit der Papst sie sich
direkt unterstellt. Damit sind die Templer von fast keiner
weltlichen Macht mehr zu fassen.
MvSt Templer, erinnere Dich!
Ein Schwertschlag.
2.A. Doch nicht immer sollte alles so glatt gehen…
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1.A. 1187 Niederlage gegen Saladin in der Schlacht von
Hattin und Verlust Jerusalems. Die Templer müssen sich
nach Akkon zurückziehen. Und obwohl Jerusalem später
kurzzeitig zurückgewonnen werden kann, wird es 1244
endgültig durch die Muslime erobert.
2.A. Und nicht lange danach ist es soweit: Die Legitimation
für die ganze Existenz der Templer wird verloren – das
Heilige Land. Nun sind sie nur noch Großbankiers…
1.A. 1291 fällt mit Akkon die letzte Bastion der Christen im
Heiligen Land. Die Templer ziehen sich nach Zypern
zurück.
MvSt Templer, erinnere Dich!
Ein Schwertschlag.
2.A. In der Zwischenzeit wird in Europa die Bühne zum
Untergang der Templer bereitet.
1.A. Papst Bonifaz VIII. verkündet 1302 mit der Bulle „Unam
sanctam“ seinen Herrschaftsanspruch über alle
weltlichen Fürsten, woraufhin 1303 der französische
König Philipp IV. ihn im Attentat von Anagni töten lässt.
2.A. In die folgenden Ereignisse spielen unendlich viele
menschliche und politische Motive mit hinein. Doch
eines ist nicht zu vergessen: Über die Tempelritter
existieren schon damals die absonderlichsten Gerüchte.
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Nur die Autorität des Papstes hat sie bisher vor einer
Untersuchung bewahrt.
1.A. Am 13. Oktober 1307 – vor 700 Jahren – werden alle
Templer in Frankreich verhaftet; auch ihr Großmeister
Jacques de Molay.
MvSt Templer, erinnere Dich!
Ein Schwertschlag.
2.A. Welche Rolle hatte dieser Mann wirklich zu spielen?
MvSt Templer, erinnere Dich!
Ein Schwertschlag.
1.A. Am 24. Oktober 1307 gesteht Jacques de Molay alles.
Nun zieht Papst Clemens V. das Verfahren an sich. Kurz
darauf widerruft de Molay sein Geständnis.
2.A. Wusste er, dass er damit sein Todesurteil unterschreibt?
1.A. 1309 beginnt die päpstliche Untersuchung – immer noch
zögerlich, denn es geht hier immerhin um die
Kampftruppe des Papstes. Unberührt davon verbrennt
Philipp IV. am 12. Mai 1310 in Paris 54 Templer auf
dem Scheiterhaufen.
MvSt Templer, erinnere Dich!
Ein Schwertschlag.
2.A. Nun kommt das nächste Mysterium. Die Templer
wurden niemals verurteilt! Man hat den Gegenstand des
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Anstoßes einfach aufgelöst, bevor es zu einem Urteil
kommen konnte. Wie hätte es wohl gelautet?
1.A. Am 22. März 1312 hebt Papst Clemens V. durch die
Bulle „Vox in excelso“ den Templerorden auf.
MvSt Templer, erinnere Dich!
Ein Schwertschlag.
2.A. Und Jaqcues de Molay? Warum musste er sterben?
Lange noch dauerte seine Qual.
1.A. Erst am 18. März 1314 wird der Großmeister der Armen
Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel in Paris
unter den Augen von Papst Clemens V. und König
Philipps IV. auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
2.A. Die Legende spricht von einem Fluch, den Jaqcues de
Molay ausgestoßen haben soll, so schrecklich, dass Papst
und König innerhalb eines Jahres starben und alle Kinder
Philipps IV. in kürzester Zeit dahingerafft wurden.
MvSt Templer, erinnere Dich!
1 Schwertschlag
1.A. Kein Nachkomme der uralten Königsfamilie der
Capetinger sollte überleben. Mit Jaques de Molay
starben auch alle, die vom Blut seiner Mörder waren.
> Kurze Stille <
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MvSt erhebt sich
Jacobus Burgundus Molensis – letzter Großmeister des
Templerordens – ich lade Dich ein.
Unterstütze uns bei dieser Arbeit!
Du hältst das Band aus ferner Vergangenheit, trägst es
weiter und wachst darüber, dass es nicht verloren wird.
Hilf uns zu erkennen, in welcher Tradition wir stehen,
auf dass das große Werk vollbracht werden kann.
Jacques de Molay – Bruder und Freund – sei auch heute
und hier an unserer Seite!
> Kurze Stille <
MvSt Du bist unserem Ruf gefolgt. Sei willkommen!
Danach nimmt er Platz.
ZM erhebt sich und bringt das rote Tischchen und stellt es auf den Tapis. Kurze
Kopf-Verbeugung mit der Faust auf dem Herzen. Danach nimmt er wieder
Platz.
1.+2.A. erheben sich gleichzeitig und entzünden je zwei Lichter beim Tapis, kurze
Kopf-Verbeugung mit der Faust auf dem Herzen, danach nehmen sie wieder
Platz.
ZM erhebt sich und holt das rote Kissen mit dem Ring auf das Tischchen. Kurze
Kopf-Verbeugung mit der Faust auf dem Herzen. Danach nimmt er wieder
Platz.
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MvSt erhebt sich, geht zum Tapis (steht nördlich vom Tapis, Blick Richtung ZM)
und bereitet schweigend die Fokussierung des weißen Kraftfeldes in der
MAN-Rune vor. Er bittet seine Verbündeten um Beistand für das
bevorstehende Werk und steht in Kontakt mit Jacobus Burgundus Molensis.
Sobald er die Arme senkt, spricht der ZM:
ZM Ad gloriam et potentiam Fraternitatem Saturni
1.+2.A., ZM Erheben sich und gehen mit ungezogenem Schwert zeitgleich zum Tapis.
Diesmal jedoch in weiterer Entfernung, sodass nach Möglichkeit alle
Ritual-Teilnehmer freien Blick auf den Tapis haben. Dort stehen nun alle
vier jeder an seiner Seite des Tapis – auf ein stilles Zeichen des MvSt
werden die Schwerter gezogen, die Spitzen weisen auf den Reif
> Fokussierung des weißen Kraftfeldes in den Reif <
MvSt Liebe Brüder und Schwestern, der Ritus Templarii Initiationis
Albi wurde vollzogen.
Lasst uns gemeinsam im weißen Licht der Templer
schwingen.
Die vier Beamten stecken ihr Schwert in die Scheide und verbeugen sich
kurz.
1.A. Erheben Sie sich meine Brüder und Schwestern. Wir
treten in die Bruderkette.
Alle Anwesenden bilden gemeinsam die Kette um den Tapis. Dort tauchen
alle gemeinsam in das weiße Feld ein.
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> Bruderkette <
MvSt Wir lösen die Kette und begeben uns auf unsere Plätze.
Alle Anwesenden begeben sich auf Ihre Plätze.
MvSt Jacobus Burgundus Molensis! Ich danke Dir für Deine
Gegenwart und Deine Unterstützung.
ZM erhebt sich und bringt das rote Kissen mit dem Ring zum Tisch des MvSt.
Kurze Kopf-Verbeugung mit der Faust auf dem Herzen. Danach nimmt er
wieder Platz.
1.+2.A. erheben sich gleichzeitig und löschen je zwei Lichter beim Tapis, kurze
Kopf-Verbeugung mit der Faust auf dem Herzen, danach nehmen sie wieder
Platz.
ZM erhebt sich und entfernt das rote Tischchen vom Tapis. Kurze Kopf-
Verbeugung mit der Faust auf dem Herzen. Danach nimmt er wieder Platz.
MvSt Es wurde verbunden, was auf ewig zusammen gehört.
Dank Euch, die ihr mit uns in der Kette steht – aus ferner
Vergangenheit bis in die ferne Zukunft.
Der Ritus ist beendet!
3 Schläge mit dem Schwert. Schließen des Schleiers.
Der ZM öffnet die Tempeltür. Die Brüder und Schwestern treten einzeln vor den Tapis und
verneigen sich. Dann verlassen sie den Tempel.
Danach verneigen sich die Beamten gemeinsam. Zum Schluss löscht der ZM die Kerzen in
umgekehrter Reihenfolge.