Thelemitisches Saturnritual

Thelemitisches Saturn - Ritual
Vorbereitung
Im Tempel befinden sich der Meister sowie der Erste und Zweite Aufseher.
Platz des Meisters (M.)
Im Norden des Tempels
3 schwarze Kerzen
Räucherschale und Räucherwerk
Hammer - Ritual - Fidibus
Platz des Ersten Aufsehers (1.A.)
Vor der Säule J
3 schwarze Kerzen
Glocke - Ritual - Fidibus
Platz des Zweiten Aufsehers (2.A.)
Vor der Säule B
3 schwarze Kerzen
Gong - Ritual - Fidibus
In der Tempelmitte stehen auf einem Tisch die 3 Kerzen der Thelemitischen
Triade im Dreieck angeordnet.
Im Zentrum die "Stele der Offenbarung".
Meister
O (rot)
Ra-Hoor-Khuit
Stele der Offenbarung
Zweiter Aufseher Erster Aufseher
O (blau) O (schwarz)
Nuit Hadit
Falls erforderlich magisches Öffnen des Raumes durch ein anrufendes
Pentagramm-Ritual.
Füllen der Räucherschale und Entzünden der Holzkohle.
Entzünden der Kerzen ("In Nomine Demiurgi Saturni") durch den
Meister in der Reihenfolge:
Kerzen am Platz des Meisters
Kerzen am Platz des Ersten Aufsehers
Kerzen am Platz des Zweiten Aufsehers
Löschen der profanen Beleuchtung.
Nach Abschluß der Vorbereitung nehmen alle Platz und bedecken ihr
Haupt mit der Kapuze.
Öffnung des Tempels
Der Erste Aufseher öffnet die Tempelpforte und spricht:
1.A.: Die Tempelpforte ist geöffnet!
Die Wartenden betreten einzeln und mit gekreuzten Armen den Tempel, verneigen
sich gegen den Altar im Norden und nehmen ihre Plätze ein.
S t i l l e
1.A.: Wir wollen nun unser Bewußtsein vom Alltag zurückziehen.
Die Umwelt versinkt für uns und jeder findet zu sich selbst.
Wir sind jetzt gegenwärtig und atmen ruhig und gleichmäßig.
Wir verinnerlichen in uns:
Ruhe 2.A.: Gong
Friede 2.A.: Gong
Harmonie 2.A.: Gong
S t i l l e
1.A.: In Ordnung!
Räucherung
M.: Zweiter Aufseher, vollziehen sie die Räucherung.
Der zweite Aufseher tritt mit gekreuzten Armen vor den Altar, verneigt sich
und legt Räucherstoff auf. Dabei spricht er:
2.A.: Mein Weihrauch ist aus würzigen Hölzern und Harzen und Blut ist
nicht darin, denn die Bäume der Ewigkeit sind mein Haar.
Er räuchert in die vier Richtungen. Danach verneigt er sich gegen Norden
und nimmt Platz.
Eröffnung der rituellen Arbeit
1.A.: Erhebt Euch!
M.: Öffnet den Schleier
3 Hammer (kurz-kurz-lang)
Ich eröffne den Ritus mit der Verkündigung des Gesetzes:
Tue was Du willst ist das ganze Gesetz!
Und das Wort des Gesetzes ist T H E L E M A.
Freiheit in der Tat und Freiheit des Geistes.
Das Werkzeug zur Tat aber sei für uns die Liebe.
Liebe ist das Gesetz - Liebe unter Willen
Mitleidlose Liebe!
Zurückschlagen der Kapuze
1.A.: Bitte nehmt Platz.
Invokation der Thelemitischen Triade
Nuit
2.A.: 3 Gong
1.A.: Wir schließen die Augen.
Leer wird es in uns und in der Dunkelheit erlischt jedes Bild.
S t i l l e
2.A.: Weil ich die Raumunendlichkeit und die Unendlichkeit der Sterne
bin, tuet ihr gleiches.
Bindet nichts! Machet bei euch keinen Unterschied zwischen einem
Ding und einem anderen; denn dadurch kommet Schmerz.
Darauf spricht der Prophet und der Sklave der Schönen:
Wer bin ich und welches soll das Zeichen sein?
Da antwortete sie ihm und neigte sich,
eine leckende blaue Flamme, allberührend,
alldurchdringend, ihre holden Hände auf der
schwarzen Erde, ihr schmiegsamer Leib zur
Liebe gebeugt und ihre sanften Füße
verletzten nicht die kleinen Blumen.
Du weißt! Und das Zeichen sei meine Ekstase,
das Wissen vom ununterbrochenen Sein,
der Allgegenwart meines Leibes.
Suchet nur mich! Dann sollen die Freuden
meiner Liebe euch von allem Schemrz erlösen!
So ist es. Ich schwöre es bei dem Dome meines
Leibes, bei meinem heiligen Herzen und Zunge.
Bei allem, was ich geben kann.
Bei allem, was ich von euch begehre!
NUIT
Der Zweite Aufseher entzündet die Nuit-Kerze mit dem Fidibus an seiner
mittleren Kerze. Dann verbeugt er sich 3 davor und nimmt Platz.
2.A.: Wir verwirklichen in uns die Raumunendlichkeit der Nuit
S t i l l e
Hadit
2.A.: 3 Gong
1.A.: Ich bin Hadit, Ergänzung von Nuit, meiner Braut.
Ich bin unausgedehnt und Khabs ist mein Haus benannt.
Im Raume bin ich überall die Mitte,
doch sie, der Umfang ist nirgends zu finden.
Doch soll sie erkannt werden, ich niemals.
Ich bin die Flamme, die in jedem Menschen
herzen brennt und in dem Kerne eines jeden Sterns.
Ich bin Leben und Lebensgeber, darum ist
das Wissen um mich das Wissen vom Tode.
Ich bin der Magier und der Beschwörer.
Ich bin die Achse des Rades und der Würfel im Kreise.
Kommet zu mir ist ein närrisches Wort, denn ich bin es, der geht.
Ich bin die geheime Schlange, zum Sprunge bereit gerollt.
In meinen Windungen liegt Freude.
Erhebe ich mein Haupt, sind ich und meine Nuit eins.
Senke ich aber mein Haupt und speie Gift,
ist es die Wonne der Erde und ich und die Erde sind eins!
Blau bin ich und golden im Licht meiner Braut.
Doch rot ist der Glanz meiner Augen; mein
Glitzern ist purpurn und grün.
Purpur jenseits von purpur; es ist das Licht
die Kraft der Augen übersteigend.
HADIT
Der erste Aufseher entzündet die Hadit-Kerze mit dem Fidibus an seiner
mittleren Kerze. Dann verneigt er sich 3 davor und nimmt Platz.
1.A.: Wir verwirklichen in uns die Zentralisation des Hadit
S t i l l e
Ra Hoor Khuit
2.A.: 3 Gong
M.: Von aller Furcht macht euch frei!
Fürchtet weder Menschen noch Schicksal.
Fürchtet nicht Götter noch sonst irgend etwas.
Fürchtet nicht Geld noch das Lachen des närrischen Volkes,
noch irgend eine Macht im Himmel oder auf Erden
oder unter der Erde!
Nuit ist eure Zuflucht und Hadit euer Licht.
Und ich bin die Kraft, Stärke und Macht eurer Waffen!
Ich bin Ra Hoor Khuit und ich gewähre
meinem Diener machtvollen Schutz.
Erfolg ist euer Beweis, Mut eure Rüstung.
Vorwärts, vorwärts in meiner Kraft,
und vor niemandem sollt ihr euch wenden!
Ich bin der falkenköpfige Herr des Schweigens
und der Kraft. Mein Kopfschmuck verhüllet
den nachtblauen Himmel.
Ich bin der Herr des Doppelstabes der Macht,
des Stabes von Coph Nia.
Doch leer ist meine linke Hand, denn ich
zermalmte eine Welt und nichts verbleibt.
RA HOOR KHUIT
Der Meister entzündet die Kerze des Ra Hoor Khuit mit dem Fidibus an seiner
mittleren Kerze. Dann verneigt er sich 3 davor und nimmt Platz.
M.: Wir verwirklichen in uns die Geburt des Ra Hoor Khuit.
S t i l l e
2.A.: 3 Gong
1.A.: Wir öffnen die Augen.
M.: Das Licht der Thelemitischen Triade erstrahlt!
So wie das Licht die Schöpfung offenbart,
so offenbare sich die Schöpfung in uns!
1.A.: Aus dem Lichte erwachse uns die Kraft!
2.A.: Sie wirke im Willen zu rechtem Tun!
M.: Dreifach sei des Lichtes Wirkung
1.A.: Es wirke im Geiste
2.A.: Es wirke in unseren Herzen
M.: Es wirke in der Tat!
M.: 1.A.:, 2.A.: A U M
2.A.: 3 Gong
S t i l l e
2.A.: 3 Gong
M.: Wir verwirklichen in uns das Gesetz von T H E L E M A
1.A.: Im Körper durch Stärke und Energie
2.A.: In der Seele durch Klarheit und Reinheit
M.: Im Geiste durch das Feuer des Willens.
2.A.: 3 Gong
Invokation der Saturnalen Triade
1.A.: 3 Glocke
M.: Wir verbinden uns nun mit den Schwingungen
des Großen Demiurgen Saturn.
Lasset uns die dreifache Anrufung vollziehen!
1.A.: 3 mal 3 Glocke
Erhebt Euch!
M.: Ich rufe Saturn, den Hüter der Schwelle!
Saturn-Sigill
2.A.: Gong
M.: Ich rufe Lucifer, den Träger des Lichts!
Saturn-Sigill
2.A.: Gong
M.: Ich rufe Sat, das reine Sein!
Saturn-Sigill
2.A.: Gong
S t i l l e
Bilden der Kette
1.A.: 3 mal 3 Glocke
Wir treten in die magische Kette
Die Kette wird um die Kerzen der Thelemitischen Triade geschlossen.
1.A.: Wir lösen die Kette und begeben uns auf unsere Plätze.
Alle außer den Ritualführenden nehmen Platz.
Der Meister, der Erste Aufseher und der Zweite Aufseher stellen sich um die
Thelemitische Triade, jeweils hinter die ihnen zugeordnete Kerze.
M.: In unseren Taten liegt die Stärke von Ra Hoor Khuit
Der Meister löscht seine Kerze und reicht den Kerzenlöscher dem Ersten
Aufseher.
1.A.: In unseren Herzen strahlt das Licht des Hadit
Der Erste Aufsehr löscht seine Kerze und reicht den Kerzenlöscher dem
Zweiten Aufseher.
2.A.: Unser Geist ruht in der Raumunendlichkeit der Nuit
Der Zweite Aufseher löscht seine Kerze.
Alle drei verbeugen sich gleichzeitig, der Erste Aufseher und der Zweite
Aufseher gehen an ihre Plätze zurück.
Segnung und Schließen der Arbeit
Der Meister bleibt in der Raummitte stehen und vollzieht die Segnung nach
den vier Richtungen. Danach nimmt auch er Platz.
M.: Der Ritus ist beendet!
3 Hammer
Schließen des Schleiers
1.A.: Wir verlassen den Tempel.
Es gehe jeder seinen Weg, denn jeder Mann
und jede Frau ist ein Stern!
A U M
Alle Teilnehmer verlassen den Tempel, nur die Ritualführenden verbleiben im
Raum.
Löschen der Lichter durch den Meister in der Reihenfolge:
2.A.Kerzen am Platz des Meisters
2.A.Kerzen am Platz des Zweiten Aufsehers
2.A.Kerzen am Platz des Ersten Aufsehers